Mehr als ein Jahr Arbeit - Premiere am 29. Januar

Göttinger Abiturient drehte Kinofilm: Überlebenskampf auf der Leinwand

Bei den Tonaufnahmen: (von links) Elisabeth Lauer, Gero Klinger und Nathan Lauer. Foto: Lawrenz

Göttingen. Rund anderthalb Jahre hat Nathan Lauer mit seinen Freunden und Unterstützern auf diesen Moment hingearbeitet, am Sonntag, 29. Januar, wird der Film „Primal State“ öffentlich aufgeführt. Beginn ist um 11 Uhr wird im Lumière.

Parallel zum Abitur, das er im vergangenen Jahr am Hainberg-Gymnasium absolvierte, hat Lauer das Großprojekt mit knapp 20 Schauspielern und rund 50 Statisten durchgezogen – die meisten sind Weggenossen aus seinem Jahrgang. Bis zur letzten Minute ist er als Regisseur nun mit dem letzten Schliff beschäftigt. So hat er in den ersten Januartagen mit seiner Schwester Elisabeth als Sängerin und einem Freund, Gero Klinger, als Tontechniker noch einen tragenden Song aufgenommen.

Immer wieder singt Elisabeth Lauer, die auch die Idee zu dem Filmprojekt hatte; nie sind die drei hundertprozentig zufrieden. Mal fehlt es hier an Ausdruck, mal könnte die Solistin eine Passage etwas anders fassen. So probiert sie es noch und noch einmal, um genug Material für Gero Klinger zu liefern. Digital wird der Medizinstudent das gefragte Stück Filmmusik daraus basteln. Das Londoner Symphony Orchester hätten sie leider nicht engagieren können, scherzen die drei mit Nathan Lauers Mutter, die schnell noch Kopfhörer vorbeigebracht hat.

Drehbuch mit Freunden geschrieben

Angeregt von Thomas Hobbes’ Theorie vom Menschen im Naturzustand hat Nathan Lauer das Drehbuch geschrieben, unterstützt wurde er dabei von seinen Freunden Lukas Klasen und Max Friedrichs-Dachale. Die Story handelt von Menschen, die überleben wollen ohne die Menschlichkeit preiszugeben. Das System, in dem sie lebten, ist zusammengebrochen. Voller Gefahren ist schon die Suche nach Nahrung. Dazu kommen Reibereien in der Gruppe. Als sie schließlich auf andere Überlebende treffen, Verfechter des Sozialdarwinismus, erfahren sie rohe Gewalt. Sie müssen entscheiden, wie weit sie gehen, nur um ihr Überleben zu sichern. Fast wie sie fühlt sich das Team um Lauer jetzt im Endspurt vor der Premiere. Schlaf sei für sie Mangelware geworden.

Einblick in die Regiearbeit

Wer bei dem Termin verhindert ist, kann er sich im Internet einen Eindruck von Lauers Regiearbeit verschaffen. Bei den folgenden zwei Filmen hat Nathan Lauer Regie geführt.

1. Inoffzieller Werbefilm über das Hainberg Gymnasium

2. Musikvideo "L´hymne à l´humanité" zur Situation der Flüchtlinge in Deutschland.

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