Quote liegt jetzt bei 5,8 Prozent

Göttinger Agentur: Arbeitsmarkt in der Region Göttingen bleibt stabil

Die Agentur für Arbeit in Göttingen: Sie ist an der Bahnhofsallee zu finden. Symbolbild: Bernd Schlegel
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Die Agentur für Arbeit in Göttingen: Sie ist an der Bahnhofsallee zu finden. Symbolbild: Bernd Schlegel

Mit dem erwartet leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vormonat geht in Südniedersachsen der August zu Ende.

Göttingen – Im Agenturbezirk Göttingen sind 13 950 Menschen arbeitslos gemeldet, 339 beziehungsweise 2,5 Prozent mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 auf 5,8 Prozent an. Im August 2020 lag die Quote bei 6,6 Prozent.

Ein leichtes Sommer-Plus entspricht laut Arbeitsagentur dem saisonalen Verlauf und ist konjunkturunabhängig nicht ungewöhnlich.

Entscheidend ist jedoch der Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat. Aktuell sind 2199 Arbeitslose weniger als im August 2020 gemeldet – ein Rückgang um 13,6 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung liegt die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk immer noch etwa sieben Prozent über dem Wert im August 2019, also vor der Corona-Krise.

Typisch für die Sommermonate ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten unter 25 Jahren: Viele junge Absolventen haben sich nach ihrer Ausbildung arbeitslos gemeldet und suchen nun den Einstieg als Fachkraft. Zum anderen melden sich vorübergehend auch Schulabgänger arbeitslos, weil sie beispielsweise bis zum Studienbeginn einem Job suchen. Im August stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren um 216 beziehungsweise 15,2 Prozent auf 1638 an. Die Zahl der jungen Arbeitslosen wird jedoch erfahrungsgemäß in den kommenden Monaten rasch wieder sinken.

Klaudia Silbermann, Chefin der Göttinger Agentur für Arbeit

Weiterhin hoch ist mit 1225 neu gemeldeten Arbeitsstellen der Bedarf an Personal. Der Bestand an offenen Stellen ist derweil auf einen neuen Höchststand geklettert und liegt aktuell bei 5769 Angeboten. Das sind 1889 beziehungsweise 48,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

„Aufgrund der voranschreitenden Transformationsprozesse auf dem Arbeitsmarkt wird es auch für Fachkräfte immer wichtiger, sich beruflich fortzubilden. Denn der technische Fortschritt in der Arbeitswelt wird die Berufsbilder verändern“, sagt Agenturchefin Klaudia Silbermann. Nach ihrer Ansicht ist es wichtig, dass Betriebe in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren. „Und auch Arbeitsuchende und Arbeitslose sollten die Zeiten ohne Beschäftigung nutzen, um neue Kompetenzen zu erwerben, die gute und langfristige Beschäftigungsperspektiven sichern“, so Silbermann.

Im Geschäftsstellenbezirk Göttingen stieg die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 0,2 auf 6,6 Prozent an. Es gibt 2558 offene Stellen.

Aus dem Untereichsfeld wird eine Quote von 4,0 Prozent gemeldet, plus 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Es gibt 366 offene Stellen. (Bernd Schlegel)

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