Mit „Taddys“ gegen das Stigma

Göttinger Aids-Hilfe verkauft zum Welt-Aids-Tag süße Solidaritäts-Bären

Mehrere „Taddy“-Bären in einer Holzkiste. Sie haben jeweils eine rote Schleife um den Hals.
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Bären-Aktion der Göttinger Aids-Hilfe: Ein „Taddy“ kostet sechs Euro, zwei gibt es für zehn Euro.

Unter dem Motto „Taddy-Familienbande“ hat die Göttinger Aids-Hilfe zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember eine „Special-Edition“ mit Taddys der vergangenen zehn Jahre zusammengestellt.

Göttingen – Ob mit Pulli, Weste oder Rucksack – die kuscheligen Solidaritäts-Taddys gibt es für eine Spende von sechs Euro zugunsten der Göttinger Aids-Hilfe bei über 40 Verkaufsstellen in Göttingen, Einbeck, Northeim und Umgebung. Weil Taddys nicht gern allein sind, könne ein Taddy-Pärchen preisreduziert für zehn Euro adoptiert werden, teilt die Aids-Hilfe mit.

Kuscheltierfans und bisherige Sammler, denen noch ein Exemplar aus früheren Jahren fehlt, können den passenden Taddy an den Welt-Aids-Tags-Ständen der Gottinger Aids-Hilfe kaufen:

  • am Samstag, 27. November, von 11 bis 16 Uhr am Kornmarkt Gottingen
  • am Sonntag, 28. November, von 13 bis 19 Uhr im Weihnachtsdorf Einbeck (Kirchenbude)
  • am Mittwoch, 1. Dezember, von 11 bis 15 Uhr am Kornmarkt Gottingen

Die „Special-Edition“ macht dieses Jahr aus der Not eine Tugend, wie Sophia Wedman aus dem Aids-Hilfe-Team erläutert: „Der offizielle Aids-Taddy 2021 hat leider keinen Transport gefunden und muss weit weg überwintern. Deshalb kann er dieses Jahr nicht mehr an uns ausgeliefert werden. Aber die große Taddy-Familie winkt ihm fröhlich aus Göttingen zu, um ihm Mut zu machen.“

Alle Taddys wurden laut Aids-Hilfe unter den Kriterien des Öko-CE-Siegels ohne Kinderarbeit hergestellt. Die Verkaufsstellen sind zu finden auf goettingen.aidshilfe.de

Göttinger Aids-Hilfe: Taddys sollen Stigmatisierung von Menschen mit HIV abbauen

Mit der alljährlichen Bären-Aktion zum Welt-Aids-Tag will die Göttinger Aids-Hilfe den Wissensstand und die Sensibilität in der Bevölkerung vergrößern, um Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV weiter abzubauen. Das Ziel sei, so Simone Kamin vom Geschäftsführungsteam der Göttinger Aids-Hilfe, „dass alle Menschen entspannt und selbstverständlich zusammen leben und arbeiten – mit und ohne HIV.“

HIV müsse bei dauerhafter Behandlung heute keine Beeinträchtigung mehr sein. Eine frühzeitig begonnene HIV-Therapie ermögliche ein gutes und langes Leben. Die Medikamente schützten sogar Sexpartner vor einer Übertragung des Virus – das sei wissen-schaftlich erwiesen und werde „Schutz durch Therapie“ genannt, betont Simone Kamin.

Im Alltag könne HIV ohnehin nicht übertragen werden. Diskriminierung mache HIV-positiven Menschen aber das Leben oft immer noch unnötig schwer – sei es am Arbeitsplatz oder sogar im Gesundheitswesen. (Paul Bröker)

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