Langzeit-Projekt

Göttinger Akademie der Wissenschaften: Neue Forschungen zu Handschriften

Die Akademie der Wissenschaften in Göttingen: Dort startet ein neues Langzeit-Projekt.
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Die Akademie der Wissenschaften in Göttingen: Dort startet ein neues Langzeit-Projekt. (Archivfoto)

Unter dem Dach der Göttinger Akademie der Wissenschaften startet ein neues Langzeit-Projekt zu den Handschriften vom Toten Meer, den sogenannten Qumran-Rollen.

Göttingen – Die Deutsche Forschungsgesellschaft werde das Vorhaben „Qumran Digital - Text und Lexikon“ zwölf Jahre lang fördern, wie die Akademie mitteilte.

Auf Grundlage langjähriger Vorarbeiten an der Göttinger Akademie wollen die Wissenschaftler ein komplettes philologisches Lexikon zu den rund 1.000 hebräischen und aramäischen Handschriften vom Toten Meer erarbeiten und nacheinander online publizieren. Auf diese Weise werde neben den „klassischen“ Wörterbuchartikeln auch die umfangreiche Materialsammlung frei verfügbar gemacht, auf der das Wörterbuch basiere, wie es hieß. Eine neu erstellte Weboberfläche erlaube es den Nutzern, den umfangreichen Datenbestand und die damit verknüpften lexikographischen Ergebnisse einfach und unter verschiedenen Fragestellungen zu suchen oder gezielt anzusteuern.

Bei den Texten vom Toten Meer handelt es sich um die Überreste von rund 2000 Jahre alten Schriftrollen. Darunter befinden sich die ältesten überlieferten Bibelhandschriften überhaupt sowie Hunderte von Abschriften solcher Werke, die authentische Zeugnisse der jüdischen Lebens- und Vorstellungswelten der Zeit des Zweiten Tempels (rund 550 v.Chr. bis 150 n.Chr.) sind.

Auch auf sprachwissenschaftlicher Ebene haben die Texte eine besondere Bedeutung, da sie eine Brücke schlagen vom biblischen zum späteren rabbinischen Hebräisch und Aramäisch. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel, mit epd)

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