1200 Jahre Bistum Hildesheim

250 Göttinger beim Mitmachtag mit dem Bischof

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Segen für die Mütter: Hildesheims Bischof Norbert Trelle besuchte anlässlich des Bistumsjubiläums die Stadt Göttingen und das Grenzdurchgangslager Friedland.

Göttingen. Zu einer Mitmachaktion mit Hildesheims Bischof Norbert Trelle hatten die katholischen Kindertagesstätten und Schulen in Göttingen aufgerufen. 250 Göttinger kamen.

Einen Festgottesdienst und den Besuch im Grenzdurchgangslager in Friedland hatte Bischof Norbert Trelle schon hinter sich, als er beim Mitmachnachmittag auf dem Schulhof der Bonifatiusschule II in Göttingen eintraf. Anlässlich des 1200. Geburtstags des Bistums Hildesheim besuchte der Bischof einen ganzen Tag die Stadt Göttingen und das Grenzdurchgangslager. „Im Jahr 815 wurde das Bistum Hildesheim gegründet, dagegen sind meine 72 Jahre gar nichts“, erklärte der Bischof den Göttinger Kindern. „Deswegen fahre ich in alle Dekanate von der Nordsee bis nach Hannoversch Münden und möchte da Geburtstag feiern.“ Die Göttinger stimmten als Ständchen „Viel Glück und viel Segen auf all unseren Wegen“ an.

Mit dem Lied „Ich bin da“ hatten die Kindergartenkinder zuvor ihren „Bischof Norbert“ begrüßt. Die Grundschulkinder stimmten „Es ist noch Platz in der Arche“ an, begleitet von den „Bravo“-Rufen des Bischofs der vorher in Friedland gewesen war. Bei selbstgemachtem Jubiläums-Eis und Spielen wie Tier-Memory und einem Weltkartenpuzzle suchten Familien das Gespräch mit dem Bischof oder baten um ein Foto. Der zeigte den Kindern beim Puzzle, wo überall auf der Welt er schon gewesen war und ließ sich das selbstgemachte Eis schmecken.

Aber Geburtstag feiern kann auch ziemlich anstrengend sein: „Die Tour geht auf die Stimme, das macht mir etwas zu schaffen“, sagte der 72-Jährige. Was ihn aber nicht davon abhielt, den Tag für eine weitere Botschaft zu nutzen. Da nicht nur das Bistum Geburtstag habe, sondern auch Muttertag sei, wolle er alle Mütter segnen: „Es ist Zeit Danke zu sagen, denn Mütter haben eine ganz besondere Bedeutung in der Familie. Als ausgleichendes Element mit einem besonderen Blick für das, was den anderen gut tut.“ Zum Abschluss erklang ein gemeinsames Lied „Die ganze Welt in deinen Händen“, bevor der Bischof weiter zum Friedensgebet der Religionen am Gänseliesel zog.

Wer den Besuch des Bischofs verpasst hat kann sich noch bis zum 18. Mai im Neuen Rathaus die Wanderausstellung „Rückblicke. Einblicke. Querblicke. 1200 Jahre Bistum Hildesheim“ anschauen oder am Mittwoch, 13. Mai, ab 19 Uhr im „Ancora“, Kurze Straße 13a, einen Vortrag über die Bistumsgeschichte anhören. (zli)

Norbert Trelle besucht Bonifatiusschule II in Göttingen

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