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Göttinger Berufs-Informationstag: Start für künftige Karrieren

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Von: Per Schröter

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Praktisch: Am Stand des Zentralverbands Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zeigten Uwe Richartz (2.v.r.) und sein Kollege Daniel Wiegand (3.v.r.) den Jugendlichen, wie sie aus dünnen Kupferrohren ein Herz formen können.
Praktisch: Am Stand des Zentralverbands Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zeigten Uwe Richartz (2.v.r.) und sein Kollege Daniel Wiegand (3.v.r.) den Jugendlichen, wie sie aus dünnen Kupferrohren ein Herz formen können. © Per Schröter

Riesiger Besucherandrang in der Lokhalle Göttingen: Der Göttinger Berufsinformationstag (GöBit) ist bei vielen Jugendlichen für die eigene Orientierung beliebt.

Göttingen – Einen wahren Ansturm erlebte der 19. Göttinger Berufsinformationstag (GöBit) in der Lokhalle, der von der Agentur für Arbeit, der Volkshochschule Göttingen Osterode und den Berufsbildenden Schulen (BBS II) in der Lokhalle ausgerichtet wurde. Mehrere tausend Jugendliche mit oder ohne Eltern sowie Erwachsene, die sich neu orientieren wollen waren gekommen, um sich Einblicke in die vielfältige und bunte Welt der Ausbildungsberufe und Studienangebote zu verschaffen.

Mit 131 blieb die Zahl der Aussteller bei der ersten Auflage seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren allerdings deutlich hinter der von 2019 zurück, als es noch 195 Informationsstände gewesen waren.

„Wir haben den GöBit in diesem Jahr wegen der Pandemie etwas luftiger gestaltet“, sagte Mitorganisatorin Lisa Neukirch von der VHS Göttingen Osterode. Allerdings seien auch weniger kleine und mittlere Unternehmen dabei gewesen. „Ich habe im Vorfeld mit vielen gesprochen, aber die haben durch Corona noch mit sich selbst zu tun und teilweise gar kein Personal, dass sie für diesen Zweck abstellen können“, so Neukirch, die jedoch hoffe, dass sich das bis zum nächsten GöBit wieder ändern werde.

Futuristisch: Am Stand des Northeimer Verpackungsunternehmens Thimm konnte man eine VR-Brille (Virtuell Reality) ausprobieren.
Futuristisch: Am Stand des Northeimer Verpackungsunternehmens Thimm konnte man eine VR-Brille (Virtuell Reality) ausprobieren. © Per Schröter

Mit dem Besucherzuspruch zeigte sich die Mitorganisatorin „sehr zufrieden“. Kein Wunder, hatten sich doch schon vor dem offiziellen Beginn Warteschlangen vor den Eingangstüren der Lokhalle gebildet. Vorgestellt wurden weit über 200 Ausbildungsberufe und Studiengänge aus Bereichen wie „Bauwesen, Architektur und Vermessung“, „Tourismus, Freizeit, Hotel, Gastronomie und Ernährung“, „Körperpflege und Hauswirtschaft“, „Medizin, Psychologie, Pflege und Therapie“ oder „Technik und Technologiefelder“. Das Spektrum der ausstellenden Unternehmen, Betriebe, Schulen und Institutionen war wieder gewaltig. Von der Bäckerei bis zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), vom Finanzamt bis zur Polizei, von der Universitätsmedizin Göttingen bis zur Rechtsanwaltskanzlei - beim Göbit war nahezu jede Berufssparte vertreten.

„Es war schon vor Corona schwer, Auszubildende zu bekommen, doch die letzten beiden Jahre waren eine echte Katastrophe“, sagte Uwe Richartz vom Zentralverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), an dessen Stand sich Interessierte über das vielseitige Handwerk informieren und selbst aus dünnen Kupferrohren ein Herz formen und mit nach Hause nehmen konnten. Umso schöner und wichtiger sei es, dass jetzt Ausbildungsmessen wie der GöBit wieder möglich seien. „Man merkt, dass die jungen Menschen sich direkt bei Experten und nicht nur online im Internet informieren und auch einmal praktisch etwas ausprobieren wollen“, so Richartz. Und das sei nun einmal nur auf Messen wie dieser möglich. (Per Schröter)

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