1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Göttinger Bündnis fordert Stopp von Miet-Preissteigerungen

Erstellt:

Von: Per Schröter

Kommentare

Kundgebung zum Mieten-Stopp: Hoch die Hände gegen eine weitere Verschärfung der Wohnungskrise hieß es am Wochenende vor dem alten Göttinger Rathaus.
Kundgebung zum Mieten-Stopp: Hoch die Hände gegen eine weitere Verschärfung der Wohnungskrise hieß es am Wochenende vor dem alten Göttinger Rathaus. © Per Schröter

Ein Göttinger Bündnis fordert einen Mietenstopp in der Uni-Stadt. Die Preissteigerungen der vergangenen Jahre sorgen für große Sorgen bei den Mietern.

Göttingen – Mit dem Aktionstag unter dem Motto „Mietenstopp“ haben sich das Göttinger Bündnis „Gutes Wohnen für Alle“ und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Wochenende vor dem Alten Rathaus für einen sofortigen Stopp von Mietpreissteigerungen und gegen exorbitante Abschläge für Energiekosten eingesetzt.

Bundesweit haben Mieterinitiativen am Samstag in über fünfzig Städten gegen eine weitere Verschärfung der Wohnungskrise demonstriert. In Göttingen beteiligten sich das Bündnis „Gutes Wohnen für Alle“ und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) an dem unter dem Motto „Mietenstopp“ stehenden Aktionstag.

Bei einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus sprachen sich die Beteiligten für einen sofortigen sechsjährigen Mieterhöhungsstopp aus. „Außerdem fordern wir ein absicherndes Kündigungsmoratorium bei Zahlungsunfähigkeit aufgrund von Preissteigerungen der Energiekosten“, sagte Agnieszka Zimowska, Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Göttingen. Generell gehe es den beteiligten Initiativen um eine kommunale Wohnraumpolitik, die auf Gemeinnützigkeit setzt, statt sich dem Druck des Marktes unterzuordnen.

„Wohnrecht ist Menschenrecht“, betonte Zimowska. Spätestens seit das eigene Zuhause zum Büro, zum Hörsaal und zum Klassenraum wurde, wisse man, wie sehr ausreichend großer und bezahlbarer Wohnraum die Grundlage des Alltags bilde. „Es gibt eine gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass Menschen ihres Wohnraums sicher sein müssen – und das erst recht in Krisenzeiten!“ so Zimowska weiter.

„In Göttingen sind die Mieten in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt um mehr als 13 Prozent gestiegen“, berichtete Birgit Schneider vom DGB-Kreisverband. Habe man 2016 für einen Quadratmeter durchschnittlich 8,86 Euro zahlen müssen, seien es Anfang 2022 bereits 10,05 Euro gewesen.

„Die Bundesregierung muss umgehend aktiv werden und den Mieterinnen und Mietern durch einen sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause verschaffen“, ergänzte Agnieszka Zimowska.

Außerdem forderte ein Sprecher des Bündnisses „Gutes Wohnen für Alle“, dass die Stadt Göttingen künftig keinen städtischen Grund mehr veräußert, sondern ihn nutzt, um dort sozialen Wohnungsbau voranzutreiben. (Per Schröter)

Auch interessant

Kommentare