Wie Nervenzellen kommunizieren

Göttingen: Sebastian Kruss erhält den Ewald-Wicke-Preis für junge Chemiker

Erforlgeicher Forscher: Dr. Sebastian Kruss. Foto: pug/nh

Göttingen. Der Göttinger Physikochemiker Dr. Sebastian Kruss hat den renommierten Ewald-Wicke-Preis der deutschen Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie erhalten.

Die Bunsen-Gesellschaft würdigt damit Kruss‘ Arbeiten an funktionalen Materialien und deren Photophysik, insbesondere fluoreszierenden Nano-Sensoren, für die biomedizinische Forschung.

Der Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen erhielt die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung bei der Bunsentagung in Kaiserslautern.

Der Ewald-Wicke-Preis wird an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis 35 Jahre für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der angewandten physikalischen Chemie vergeben.

Kruss beschäftigt sich mit der Untersuchung von Nano-Materialien und der Frage, wie man deren vorteilhafte Eigenschaften gezielt nutzbar machen kann.

Er kombiniert fluoreszente Kohlenstoffnanoröhren derart mit Makromolekülen, dass sie Biomoleküle erkennen und dabei ihre Fluoreszenz im nahen Infrarotbereich verändern. Solche Biosensoren können für die funktionale Bildgebung in der Mikroskopie eingesetzt werden. Mit dieser Technologie kann beispielsweise die chemische Kommunikation mittels Neurotransmittern zwischen Nervenzellen sichtbar gemacht werden, was für die Erforschung des Gehirns wichtig ist.

Der 1982 geborene Sebastian Kruss studierte Chemie und Biophysik an der Uni Heidelberg. Nach seiner Promotion 2011 am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme forschte er in den USA als Postdoc am Massachusetts Institute of Techology.

Seit Ende 2014 leitet Kruss eine Nachwuchsgruppe am Göttinger Institut für Physikalische Chemie. Seine Arbeiten werden auch durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Fonds der chemischen Industrie gefördert. Zudem ist er eingebunden in den Göttinger Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB).“ (tko/pug)

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