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Göttinger Filmfestival präsentiert sich mit mehr Festival-Charakter

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Von: Melanie Zimmermann

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Die Macher des 43. Filmfestivals: (v. l.) Helge Schweckendiek, Telke Reeck (beide Film- und Kino-Initiative Göttingen) und Daniel Bernhard (Göttinger Kurzfilm e.V.).
Die Macher des 43. Filmfestivals: (v. l.) Helge Schweckendiek, Telke Reeck (beide Film- und Kino-Initiative Göttingen) und Daniel Bernhard (Nortia). © D.Bernhard/privat/nh

Das 43. Europäische Filmfestival ist in Göttingen in vollem Gang. Neben zahlreichen Filmen gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Göttingen – Die zurückliegende zwei Jahre waren für Kulturschaffende nicht leicht, so auch für die Macher des Europäischen Filmfestivals, das aktuell die Uni-Stadt bereichert. Doch in diesem Jahr ist einiges anders, denn: Erstmals seit 2020 kann das Festival unbeschwert von Besuchern und Organisatoren gleichermaßen in diesen Tagen genossen werden.

Neben dem diesjährigen Länderschwerpunkt „Italien“, der den Göttinger Kinobesuchern aktuell viele sehenswerte Filme beschert, gehören natürlich auch wieder die Kurzfilm-Blöcke aus der Rubrik „Mach mal halblang“ mitsamt Gala am Samstag, 3. Dezember, zu einem der Höhepunkte des Festivals.

43. Europäisches Filmfestival in Göttingen: Filme, Workshops, Partys und mehr

Ab Donnerstag, 1. Dezember, sind täglich zwei Kurzfilm Blöcke zu sehen. Filmemacherinnen und -macher aus ganz Europa haben ihre Werke bei dem Wettbewerb eingereicht, die 32 besten davon haben es in das Programm des Festivals geschafft.

Jeder Filmblock besteht aus acht ganz unterschiedlichen Spielfilmen, die jeweils maximal 15 Minuten lang sind. Die Zuschauer können sich auf eine emotionale Achterbahn freuen, versprechen Daniel Bernhard vom Verein Göttinger Kurzfilmfestival und Telke Reeck vom Verein Film- und Kino-Initiative Göttingen und Geschäftsführerin der beiden Programmkinos Lumiére und Méliès.

Die Filme gehen sowohl auf die Tränendrüse wie auch auf das Zwerchfell. Kreative Animationen, künstlerische Schwarzweißfilme, große Geschichten in bunten Bildern – es gibt das volle Programm.

Direkt im Anschluss an die jeweiligen Kurzfilmblöcke findet ein moderiertes Gespräch zwischen den anwesenden Filmemachern und dem Publikum statt. Damit aber noch nicht genug. Auch ein Podiumsgespräch zum Thema „Diversität in Film und Gesellschaft“ ist für Samstag, 3. Dezember um 18 Uhr im Lumière geplant, direkt vor der Kurzfilm-Gala.

Filmfestival-Macher schaffen mit neuen Ideen noch mehr Festival-Charakter

Insgesamt präsentiert sich das Filmfestival in diesen Tagen noch vielfältiger als in der Vergangenheit. „Wir haben die Zeit genutzt und einiges verbessert“, erzählt Telke Reeck. Von extern habe man sich Ideen geholt, denn dem Festival fehlte „so ein wenig der Festival-Charakter.“.

„Und so gibt es in diesem Jahr erstmals einen Festivalspace, also einen Raum, der die Mögichkeit bietet, nach Ende einer Filmvorstellung zusammenzukommen, um mit anderen Besuchern, aber auch mit Schauspielern oder Regisseuren ins Gespräch zu kommen“, erklärt Daniel Bernhard.

In direkter Nachbarschaft zum Kino Méliès wurde eine Begegnungsstätte geschaffen, die an allen Veranstaltungstagen ab 15 Uhr geöffnet ist. Der Festivalspace bietet drinnen und draußen Gelegenheit für Austausch sowie ein reichhaltiges gastronomisches Angebot. Im Bistro Cichon und auf dem ehemaligen Schulhof am Wall kann man sich seit Beginn des Festivals vor den Veranstaltungen treffen.

Es geht in diesem Jahr eben nicht ausschließlich nur um die Filme, sondern auch um das Miteinander. „Wir haben ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Events, die nicht direkt zum Filmfestival gehören wie Partys, Konzerte und auch Vorträgen“, so Bernhard.

So gab es direkt am ersten Wochenende erstmals einen Workshop für alle Göttingerinnen und Göttinger, die schon immer mal Lust auf Filmemachen hatten. Geleitet wurde das Ganze von Thomas Kirchberg, selbstständiger Filmemacher mit den Spezialgebieten Musikvideos, Dokumentation und Jugendmedienprojekte. „Bisher gab es nur Workshops für die Filmemacherinnen und Filmemacher, die mit Beiträgen auf unserem Festival vertreten sind“, erklärt Bernhard.

Europäisches Filmfestival: Die Idee der Film-Buddies

Eine weitere Neuerung: die Film-Buddies. „Manchmal möchte man sich gern einen Film im Kino ansehen, findet aber niemanden, der einen begleiten möchte. Da kommen unsere Film-Buddies ins Spiel“, so Bernhard. Es entstand die Idee, Menschen zusammenzubringen, die gerne mit Begleitung ins Kino gehen möchten oder einfach Freude daran haben, Gleichgesinnte zu finden.

Interessierte können direkt bei der Buchung online das „Film-Buddies-Ticket“ wählen. Vor der jeweiligen Vorstellung treffen sich alle, mit einem solchen Ticket an dem Abend bei einem Getränk, um dann gemeinsam einen ausgewählten Film zu erleben. „Im Idealfall finden sich hier Kontakte, die auch über das Festival hinaus zusammen zu Kinobesuchen gehen“, wagt Bernhard einen positven Blick in die Film-Buddies-Zukunft. (mzi)

Alle weiteren Infos zum Programm, Veranstaltungen und Tickets unter filmfest-goettingen.de.

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