Göttinger Filmpreis: Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat

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Von der Jury ausgezeichnet: Göttinger Filmpreis-Verleihung im Lumiere-Kino: hinten von links: Ulrich Gutenberg, Dr. Torsten Näser, Hanna Seidel; vorne von links: Ute Döring, Fee Strothmann, Julia Wichmann, Anna Fuhry, und Christian Ewald (Vorsitzender).

Göttingen. Am Freitagabend rollte das Lumière den roten Teppich aus: Filmemacher aus Göttingen und Umgebung präsentierten ihre Kurzfilme rund um das Wettbewerbsmotto „Heimat 2.0".

Dabei interpretierten die Produzenten das Motto vor allem unter dem Aspekt der Migration. So auch die Gewinnerin Fee Strothmann. In ihrem Film „On est ensemble“ geht es nicht wie so oft um die Flucht von Menschen, sondern um ihr Bleiben und die Bedeutung von Heimat in einem neuen Land.

Den zweiten Platz erhielten Julia Wichmann, Franziska Graf und Christin Schuchardt für ihren Film „Iduna-Komplex“. Sie zeigen, wie die Bewohner selbst ihr Leben in den Wohnungen des Iduna-Zentrums empfinden.

Julia Wichmann betont vor allem die Gegensätzlichkeit der öffentlichen und inneren Perspektive: „Die meisten Göttinger haben nicht die beste Meinung zum Wohnkomplex. Doch unsere Protagonisten leben dort sehr gerne. Es herrscht eine Atmosphäre des Wohlfühlens.“

Den dritten Platz verlieh eine fünfköpfige Jury dem Kurzfilm „Ansichten“ von Sita Scherer. Sie kontrastiert die prekären Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften mit den vergleichsweise hohen Ansprüchen unserer Gesellschaft an die eigene Wohnung.

Die drei Gewinnerinnen des Wettbewerbs erhielten Sachwerte im Gesamtwert von mehr als 1000 Euro.

Von Julia Henniges

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