Grooviger Latin-Jazz 

Göttinger Formation „Klinker Projekt“ spielt in Eschwege

Göttinger grooven im Keller: Die Band „Klinker Projekt“ in ihrem Probenraum.
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Göttinger grooven im Keller: Die Band „Klinker Projekt“ in ihrem Probenraum.

Sie sind 17 bis 21 Jahre jung und haben sich dem Jazz verschrieben. Mit ihrer Formation „Klinker Projekt“ waren sie bereits beim Göttinger Jazzfestival zu hören. Am Samstag treten sie in Eschwege auf und werden auch in diesem Jahr wieder beim Göttingern Jazzfestival dabei sein.

Göttingen – „Tom hat mich angesprochen“, erzählt Mino van Noort. Posaunist Tom Wendler hatte sich vorgenommen, eine Jazz-Combo zu gründen. „Für Jazz kannte ich keinen in unserem Alter“, beschreibt Trompeter Mino seine Schwierigkeiten.

Bei einer Jazz-Session im Nörgelbuff sei Jonas Funk als Pianist dazugekommen. Nun fehlten noch Schlagzeuger und Bassist. Beim Musical, das vor zwei Jahren an der Georg-Christoph-Lichtenbergschule einstudiert wurde, haben Tom und Mino den Bassisten Leo Kilper und den Drummer Leonard Arnemann für ihr Projekt gewonnen. Seit knapp zwei Jahren spielen sie nun zusammen; im November waren sie mit ihrer Combo beim Göttinger Jazzfestival dabei.

„Angefangen haben wir mit Standards“, beschreibt die Gruppe. Bis zu Eigenkompositionen hätten sie sich gesteigert. Als groovigen Latin benannten die Fünf am Jahresanfang ihre Richtung. Ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvierten sie am „Geburtsort“ ihrer Band: Im Nörgelbuff durften sie im Mai 2019 die monatliche Jazz-Session eröffnen. Bei zwei Kulturdonnerstagen im Kim standen sie alleine auf der Bühne. Schon ihr erstes Konzert sei gut besucht gewesen. Der zweite Abend im Rahmen des Jazz-Festivals 2019 habe das noch übertroffen. An die 150 Zuhörer seien da gewesen. Die letzten hätten kaum noch einen Sitzplatz gefunden. Den ersten eigenen Abend im Nörgelbuff bestritten sie im Januar dieses Jahres.

Immer wieder war es für die Musiker vor Corona nicht unproblematisch, Terminüberschneidungen zu umgehen. Denn sie spielen nicht allein im „Klinker Projekt“. Während Tom an seiner früheren Schule, dem Hainberg-Gymnasium, als Instrumentallehrer für Posaune und Tuba wirkt und sich darüber hinaus als Musiklehrer betätigt, springt Jonas ein bei den New Orleans Syncopators und gibt Klavier- und Gitarrenunterricht. Auch die anderen führen ein musikalisch bewegtes Leben. Bis zu fünf Proben in der Woche, jeden Abend in anderen Formationen, waren zu den Zeiten vor Corona die Regel.

Jonas spricht den anderen aus der Seele: Je mehr Musik er mache, desto mehr werde die Musik für ihn zum Ausdrucksmittel. Leonard betont den sozialen Aspekt. Jede Band wird auch zu einer Bezugsgruppe. Ein Doppelkonzert im Alten Rathaus, das im März dieses Jahres angesetzt war, musste wegen Corona abgesagt werden.

Am Samstag, 17. Oktober, um 20 Uhr steht für die fünf Freunde vom „Klinker-Projekt“ endlich wieder ein Auftritt an: In Eschwege im E-Werk, Mandelgasse 19. Und auch dieses Jahr sind sie beim Göttinger Jazzfestival im Alten Rathaus zu hören: Am Montag, 9. November, spielen sie dort ein Doppelkonzert mit den Göttinger Musikern Christoph Busse (Klavier), Rolf Denecke (Bass) und Bernd Nawothnig (Schlagzeug), die zusammen mit Sängerin Christiane Eiben auf der Bühne stehen.  (zul)

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