Göttinger Forscher entwickeln Herzpflaster aus Stammzellen

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Aus dem 3-D-Drucker: Herzpflaster aus Stammzellen.

Göttingen. Forschern der Universitätsmedizin Göttingen am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) ist es erstmals gelungen, aus Stammzellen schlagendes Herzgewebe herzustellen.

Dem Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann ist es somit gelungen Herzpflaster für den Wiederaufbau von verloren gegangenem Herzmuskelgewebe unter geeigneten Bedingungen herzustellen. Durch die Anwendung innovativer und individualisierbarer 3D-Druck-Verfahren ist es darüber hinaus gelungen, schlagende Herzpflaster in der für Patienten mit Herzmuskelschwäche nötigen Größe und Form herzustellen.

Wolfram Hubertus Zimmermann

Das Konzept der Herzreparatur basiert auf dem passgenauen Einbau schlagender Herzmuskelgewebe aus dem Labor in das erkrankte Herz.

Mit bloßem Auge sichtbar 

Herzmuskelzellen werden aus menschlichen Stammzellen gewonnen und mit Bindegewebszellen in Kollagen vermischt.

Unter definierten Kulturbedingungen in 3D-gedruckten Kulturformen lassen sich so Herzmuskelgewebe mit unterschiedlicher Form und Funktion erzeugen. Die Funktion lässt sich mit bloßem Auge ohne Zuhilfenahme von Mikroskopen nachverfolgen, wobei klassische Eigenschaften von menschlichem Herzgewebe sichtbar und messbar werden.

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