Göttinger Forscher fahren zur Hannover-Messe und stellen Forstmaschinen aus

Messtechnik: In Hannover zeigen Göttinger Forstwissenschaftler einen Prüfstand zur Bemessung des Drucks an den Kontaktflächen zwischen Reifen und Untergrund. Ziel ist die Entwicklung von Forstmaschinen, die Bodenschäden verhindern. Foto: Uni Göttingen/nh

Göttingen. Zur Hannover Messe werden vom 25. bis 29. April Unternehmen aus 70 Ländern erwartet. Vertreten sind auf der weltweit wichtigsten Industriemesse auch Wissenschaftler aus Göttingen, die am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen (Halle 2, Stand A08) ihre Entwicklungen vorstellen.

Das Team der Göttinger Forstwissenschaftler um Dr. Jörg Hittenbeck entwickelt Messtechnik, um den Einsatz von Forstmaschinen in Bezug auf ökologische, ökonomische und ergonomische Aspekte zu analysieren.

Hintergrund: Im Wald kann der Einsatz schwerer Spezialmaschinen Verdichtungsschäden im Boden hervorrufen und zu deutlichen Fahrspuren an der Oberfläche führen. Die Göttinger Forstwissenschaftler beschäftigen sich mit der Frage, wie diese Maschinen so betrieben werden können, dass derartige Bodenschäden nicht auftreten. Dazu haben sie den Druck an den Kontaktflächen zwischen Reifen und Untergrund sowie das Traktionsverhalten von Forstmaschinen untersucht.

Aktuell arbeitet die Abteilung mit an der Entwicklung einer neuartigen Traktionshilfe für Forstspezialmaschinen in Leichtbauweise. Ziel ist es, damit nicht nur Bodenschäden zu verhindern, sondern auch Treibstoff zu sparen.

Programm für Roboter

Mit einem Industrieroboter präsentiert ein Physiker-Team in Hannover ein System, das für Menschen bestimmte Anweisungen in Programme für Roboter übersetzt. Ein Benutzer kann zum Beispiel die Anweisung „pick up the rotor cap and put it on the holder“ eintippen und die Anlage erzeugt daraus ein ausführbares Roboterprogramm.

Dieses neuartige System, das ein internationales Team um Prof. Dr. Florentin Wörgötter vom Bernstein Center für Computational Neuroscience entwickelt hat, soll es auch kleineren Firmen ermöglichen Roboter einzusetzen. Dies scheitert bislang daran, dass deren Programmierung normalerweise langwierig und teuer ist.

Komplexe wissenschaftliche Anlagen, die zum Beispiel am CERN in Genf zum Einsatz kommen, entwickelt die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hans Hofsäss am II. Physikalischen Institut. In Hannover zeigt das Göttinger Team unter anderem ein Spektrometer, bei dem Detektorsignale synchron und in Echtzeit vollständig digital aufgezeichnet und ausgewertet werden. (zsh)

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