Bioenergiezentrum Königsbühl

Göttinger geben zu wenig Grünschnitt ab - Selbstanlieferung möglich

Bioenergiezentrum Göttingen der Göttinger Entsorgungsbetriebe GEB am Königsbühl: Dort können auch Privatleute Grünschnitt anliefern und Kompost abholen. Foto: nh

Göttingen. Nach dem Brand im vergangenen Jahr scheint sich nicht herumgesprochen zu haben, dass die Grünschnittanfuhr im Kompostwerk am Königsbühl wieder möglich ist.

Göttingen. Die Betreiber des Bioenergiezentrums (BEZ) in Göttingen beklagen eine abnehmende Menge von Grünschnitt zur Kompostierung. Scheinbar wissen viele Göttinger nicht um die Abgabemöglichkeit ihrer Grünabfälle im BEZ der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) am Königsbühl.

So ließen die geringeren Mengen, die in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum abgegeben wurden, darauf schließen. „Es scheint sich noch immer nicht herumgesprochen haben, dass die Anlage nach dem Großbrand im vergangenen August wieder geöffnet ist“, sagt Peter Loris, Abteilungsleiter des BEZ.

Gleichzeitig betont er die Bedeutung der Kompostabfälle: „Wir wollen und brauchen Ihren Grünschnitt für die Kompostierung.“

Damit beantwortet sich die Frage: Wohin also mit dem Grünschnitt, wenn in Göttingen gerade keine der beiden turnusmäßigen Grünschnitt-Sammelabfuhren im Frühjahr oder Herbst anstehen? Das Bioenergiezentrum nimmt sie gerne und dankend an.

Die Anlierung von Grünschnitt kostet: Kleinmengen bis zu einem gefüllten Auto-Anhänger: fünf Euro; Großmengen je Tonne 38,50 Euro plus Mehrwertsteuer.

Der angelieferte Grünschnitt wird zerkleinert und in der offenen Mietenkompostierung zu hochwertigem Grüngutkompost verarbeitet. Ein Teil des Grünschnitts wird als Holzhäckselgut zur weiteren Verwertung im Biomassenkraftwerk eingesetzt.

Bis auf weiteres kann also am Standort Königsbühl nur Baum- und Strauchschnitt verwertet werden.

Denn: Für die Bioabfälle aus den grünen Tonnen gibt es am Standort noch keine Verarbeitungskapazitäten. Sie werden in einem zertifizierten Betrieb in Höxter/Nieheim verarbeitet. Das dort angewandte Verfahren ist besonders für die Vergärung der Bioabfälle geeignet. Auf dem Wege der Trockenfermentierung werden die Bioabfälle energetisch genutzt.

Nach wie vor besteht dort auch die Möglichkeit, Kompost, Grüngut- und Biokompost zu kaufen. (tko)

• Antworten zu kompostierbaren Abfällen geben GEB-Mitarbeiter unter: Tel. 0551/400-54 00. Mehr Infos: www.goettingerentsorgungsbetriebe.de

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