Studenten der Forschungsgruppe in Sicherheit

Erdbeben in Nepal: Göttinger Professor kam ums Leben

Göttingen. Bei dem schweren Erdbeben in Nepal ist ein Professor der Uni Göttingen ums Leben gekommen. Das bestätigte die Uni am Montagabend.

Für Dienstagmittag hat die Uni ein Statement angekündigt.

Die Göttinger Geographengruppe war während einer Exkursion nordwestlich von Kathmandu von dem schweren Erdbeben in Nepal überrascht worden. 

Thomas Richter, Pressesprecherder Universität Göttingen, bestätigte der HNA am Montagnachmittag erst, dass die 15 Studenten, ihr Professor und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter per Hubschrauber in die Stadt Arughat Bazar geflogen wurden. Am Abend veröffentlichte die Uni dann auf ihrer Internetseite, dass der Leiter der Gruppe ums Leben kam. Die genauen Umstände unter denen der Professor ums Leben kam, waren zunächst unklar.

Bei dem Leiter soll es sich um den 67-jährigen Matthias Kuhle handeln. Der Professor war ein erfahrener Expeditionsleiter, hat mehr als 40 Hochgebirgsexpeditionen durchgeführt. 1983 wurde er zum Professor für Geographie an der Universität Göttingen ernannt und erhielt 1990 den Lehrstuhl für Geographie und Hochgebirgsgeomorphologie in Göttingen. Im vergangenen Jahr war es Kuhle gelungen, als erster ausländischer Geowissenschaftler in eines der entlegensten Gebiete Zentraltibets zu reisen. Kuhle, der in Berlin geboren wurde, lebte zuletzt in Waake im Landkreis Göttingen.

Matthias Kuhle.

Die Uni Göttingen äußerte sich am Montagabend nicht zur Identität des Toten. Einige der Studierenden wurden bei dem Unglück auf dem Weg vom Tsum Valley nach Arughat Bazar leicht verletzt.  Derzeit befinde sich die Gruppe in Arughat Bazar in Sicherheit. Am Dienstag soll die Gruppe in die Hauptstadt Kathmandu gebracht werden. Wenn alles klappe, solle sie am Mittwoch den Heimflug antreten. Richter: „Wir versuchen, die Gruppe so schnell wie möglich nach Hause zu holen.“

Die Gruppe von Professor Kuhle, der deutschlandweit in Fachkreisen als Geomorphologe bekannt war, war auf dem Weg vom Tsum Valley nach Arughat Bazar, als sie von dem schweren Erdbeben überrascht wurde. Die Wissenschaftler waren am 2. April nach Nepal aufgebrochen. Ihre Rückkehr nach Deutschland war für den 29. April vorgesehen.

Hotline für Angehörige: Telefon 0160/90162339.

Kartenansicht: Arughat Bazar in Nepal

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Rubriklistenbild: © dpa

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