Göttinger Händel-Festspiele

Tobias Wolff wechselt nach Leipzig und wird 2022 Intendant an der Oper

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Geht nach Leipzig: Noch-Händelfestspiele-Chef Tobias Wolff.  

Tobias Wolff geht als Intendant an die Oper Leipzig. Der "Chef" der Internationalen Händelfestspiele Göttingen, wird dort laut der Stadt Leipzig im Sommer 2022 beginnen.

Göttingen verlässt er schon 2021. Das ist ein Karrieresprung für Tobias Wolff. Der geschäftsführende Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. Wie die Stadtverwaltung Leipzig meldet, soll Wolff mit Beginn der Spielzeit 2022/2023 die Intendanz an der Oper übernehmen, ein endgültiges Votum des Stadtrates soll im September diesen Jahres erfolgen. Wolff hatte schon 2018 angekündigt, seine Arbeit für die Händel-Festspiele Göttingen im Mai 2021 zu beenden.

Wolff soll die Position ab dem 1. August 2022 besetzen. Eine Auswahlkommission hatte sich auf ihn verständigt. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) habe den Vorschlag bestätigt, hieß es. Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) betonte: „Mit Tobias Wolff gewinnt die Stadt Leipzig einen Intendanten mit künstlerischem und wirtschaftlichem Weitblick, internationalem Renommee und starken Ideen für die Öffnung des Programms zu einer sich entwickelnden Metropolregion.“ Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet.

Als Opernchef in Leipzig tritt er die Nachfolge von Ulf Schirmer an, dessen Intendanz nach zwei Amtszeiten regulär endet. Das Leipziger Opernhaus samt Ensemble genießt in der Musiklandschaft einen exzellenten Ruf.

Wolff für seine Arbeit in Göttingen hoch geschätzt

Tobias Wolff wurde 1975 in Koblenz geboren und studierte Musikwissenschaft und Viola in Cambridge, Essen und Düsseldorf sowie Internationales Management an der Handelshochschule in Leipzig. Auf die Stellenausschreibung waren 29 Bewerbungen eingegangen.

In der Göttinger Kulturszene wird sein Weggang von vielen Akteuren bedauert. Wolff war stark vernetzt und bildete auch immer wieder Crossover-Verbindungen, die sich auch im Programm der unter seiner Regie moderner und regional stärker aufgestellten Göttinger Händel-Festspiele wiederfanden. Zudem hat sich Wolff auch um die Nachwungsförderung sowie „junge Angebote“ verdient gemacht – die Göttinger Händel-Festspiele sind in Wolffs Amtszeit frischer geworden.

Obwohl nicht unkritisch gegenüber politischen Entscheidungen, die den Kulturbetrieb betreffen, genießt Tobias Wolff – auch in politschen Kreisen – hohe Wertschätzung.

Bevor er nach Göttingen kam arbeitete Tobias Wolff als Chefdramaturg, Marketing-Leiter, Verwaltungsdirektor und Stellvertreter des Generalintendanten Matthias Oldag am Theater Altenburg in Gera. Zudem agierte er zeitweise auch als Musikkritiker für die Leipziger Volkszeitung.  

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