Das Göttinger Händel-Festspielorchester ist der Star

Künstlerischer Leiter der Festspiele: Laurence Cummings

Göttingen. Als vor zehn Jahren der damalige Leiter der Internationalen Göttinger Händel-Festspiele, Nicholas McGegan ein eigenes Festspielorchester präsentierte, war noch nicht zu ahnen, welche Bedeutung dieser Klangkörper einmal für das Festival bekommen würde.

Stargast: Giuliano Carmignola.

Inzwischen ist das international zusammengesetzte Ensemble zum musikalischen Rückgrat der Festspiele geworden. Als Festspielorchester Göttingen (FOG), das mit alten Instrumenten in historisch informierter Spielweise agiert, trägt es nicht nur die wichtigen Opern-, Oratorien- und Konzertproduktionen, sondern ist darüber hinaus mit Gastspielen und CD-Aufnahmen weit über Göttingen hinaus präsent. Einebeachtliche Kontinuität in der Besetzung und die Arbeit des seit 2011 amtierenden Leiters Laurence Cummings haben die Qualität weiter gesteigert. Auch die kammermusikalischen Aktivitäten der FOG-Mitglieder kommen den Händel-Festspielen zugute.

In diesem Jahr präsentiert sich das FOG erstmals am 5.5. mit dem Händel-Oratorium „Susanna“. In der Titelpartie ist die Sopranistin Lucy Crowe zu erleben. Unter der Leitung von Laurence Cummings singt außerdem der NDR-Chor.

Im Zentrum der Festspiele steht traditionell die Oper. In diesem Jahr ist dies Händels 1740 uraufgeführte Oper „Imeneo“. Händel selbst nannte das eher klein besetzte Stück „Operetta“. Im Zentrum der Handlung steht die Figur der Rosmene, die zusammen mit ihrer Vertrauten Clomiri von Piraten entführt und von Imeneo befreit wird.

Der Bariton William Berger singt die Titelpartie, als Rosmene ist die Sopranistin Anna Dennes zu hören. Nicht nur musikalisch wird dem Barock gehuldigt. Auch szenisch wird Regisseurin Sigrid T’Hooft das Stück mit der Gestik und in Kostümen im Stile der Händel-Zeit präsentieren.

In einer konzertanten Aufführung wird zudem die Händel-Oper „Berenice“ durch das Ensemble La Nuova Musica und David Bates geboten (7.5.). Händels berühmtestes Oratorium, „Messiah“ (Der Messias), wird in diesem Jahr von renommierten Gästen aus Polen dargeboten (14.5.): dem NFM Choir und dem Wroclaw Baroque Orchestra unter der Leitung von Christian Curnyn.

Und zum festlichen Finale am 15.5. präsentiert sich das Festspielorchester Göttingen noch einmal mit einem großen Jubiläums-Galakonzert mit Laurence Cummings.

Zahlreiche weitere Konzerte unterschiedlicher Genres und Besetzungen, Vorträge und Familienaktionen vervollständigen das umfangreiche Festivalprogramm. Besonders hingewiesen sei auf den italienischen Ausnahmegeiger Giuliano Carmignola, der am 8.5. in einem Matinee-Kammerkonzert mit italienischer Barockmusik zu hören ist.

Ein ungewöhnliches Konzert wird Frühaufstehern am 14.5. im Restaurant Isang in Seeburg geboten: Dort spielt der Lautenist Alon Sariel um 5 Uhr ein Konzert zum Sonnenaufgang. Danach gibt’s Frühstück.

Service

Vorverkauf für die Händel-Festspiele 

Kartentelefon: 01805 / 70 07 33.

Online-Buchung unter www.haendel-festspiele.de

Ermäßigte Last-Minute-Tickets für Studierende 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

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