Anlässlich des Weltwassertages am Wochenende vorgestellt

Göttinger THW besitzt modernste Trinkwasser-Aufarbeitungsanlagen

Komplexes System: Mit der Trinkwasseraufbereitungsanlage vom Typ UF 15 kann das Göttinger THW pro Stunde 15 000 Liter frisches Wasser bereitstellen. Foto: Stefanie Frank/THW/nh

Göttingen. Wenn es um die Notfallversorgung mit Trinkwasser geht, kommt der Ortsverband Göttingen des Technischen Hilfswerks zum Einsatz.

Die Aktiven verfügen über eine der modernsten Aufarbeitungsanlagen.

Seit Ende vergangenen Jahres nutzt das Göttinger THW die Trinkwasseraufbereitungs-Anlage vom Typ UF 15. Sie wurde anlässlich des Weltwassertages am Wochenende vorgestellt.

Hintergrund: Die Bereitstellung von Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Technischen Hilfswerks bei Katastrophen. In Deutschland leistet das THW unter anderem bei Störungen der Trinkwasserversorgung oder bei vorübergehenden Engpässen mit den bundesweit 16 Fachgruppen Trinkwasserversorgung Hilfe.

Mobile Labore

Die Teams können helfen, Wassernetze zu reparieren oder aufbereitetes Wasser nach deutscher Trinkwasserverordnung zur Verfügung stellen. In mobilen Laboren überprüfen die Ehrenamtlichen die Qualität des Trinkwassers, bevor es an die Bevölkerung verteilt wird.

Die in Göttingen stationierte Aufbereitungsanlage vom Typ UF 15 kann bis zu 15 000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten und damit täglich etwa 20 000 Menschen versorgen. Gefragt ist die Unterstützung des THW beispielsweise bei defekten Pumpen, Schäden am Rohrnetz oder verunreinigtem Trinkwasser. So sicherten Göttinger Helfer im Sommer 2014 die Trinkwasserversorgung für Gut Bettenrode in der Gemeinde Gleichen. Bereits 2012 halfen die Göttinger Trinkwasserspezialisten, einen Hochbehälter in der Gemeinde Gleichen mit Trinkwasser zu befüllen.

Für Einsätze im Ausland verfügt das THW unter anderem über die Schnell-Einsatz-Einheit Ausland Wasser (SEEWA). Die jeweils zehnköpfigen Spezialteams sind innerhalb weniger Stunden zum Aufbruch in Katastrophengebiete bereit.

Flüchtlingscamp

Diese Einheit verstärken auch Helfer aus dem Ortsverband Göttingen. Helfer aus Südniedersachsen waren an der langfristigen Unterstützung im Bereich Trinkwasser im Flüchtlingscamp „Al Za’atari“ in Jordanien beteiligt. Dort errichteten die THW-Kräfte in den vergangenen drei Jahren Trinkwasserleitungen und Wasserentnahmestellen. „In humanitären Krisen oder nach Naturkatastrophen ist sauberes Wasser häufig knapp. Das THW trägt in solchen Situationen dazu bei, die Versorgung der Menschen mit diesem lebenswichtigen Element sicherzustellen“, sagt THW-Präsident Albrecht Broemme.

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