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Der „Great Barrier Run“ erobert Berlin: Erfolgreiche Premiere für den „Obstacle City Run“

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Von: Melanie Zimmermann

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Bild im Zielbereich des Obstacle City Run in Berlin.
Der Göttinger Great Barrier Run expandiert: Bei der Premiere des Obstacle City Run im Berliner Olympiapark gab es im ZIel viele glückliche und stolze Gesichter. © TEN/Claus W. Richter

Göttingens Hindernislauf expandiert: Die Macher des „Great Barrier Run“ feiern mit dem „Obstacle City Run“ erfolgreich Premiere in Berlin.

Göttingen/Berlin – Der Great Barrier Run ist in den vergangenen Jahren zu einer der größten Sportveranstaltungen in Göttingen gewachsen und fest im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert. Nun überzeugte er über 1.000 Teilnehmende in Deutschlands Hauptstadt: Als Obstacle City Run feierte Göttingens Hindernislauf Anfang Juli seine Premiere im Berliner Olympiapark. Logistisch ein echter Kraftakt für die Göttinger Macher.

In Zeiten einer Pandemie mit einer Sport-Großveranstaltung wie dem Great Barrier Run zu „expandieren“ – für den einen oder anderen vermutlich ein nicht nur mutiges, sondern auch etwas waghalsiges Unterfangen. Für die Macher des Hindernislaufs, die Göttinger Agentur TeamEinsNull (Ten), war es aber der perfekte Zeitpunkt, den Lauf auch anderorts stattfinden zu lassen. „Zwei Jahre gab es kaum Großveranstaltungen, auch im Sport. Jetzt ist das wieder möglich und die Leute haben große Lust auf solche Events“, erklärt Stephan Karasch, einer der beiden Ten-Geschäftsführer.

Göttinger Hindernislauf „Great Barrier Run“ geht als „Obstacle City Run“ in den Berliner Olympiapark

Auf die insgesamt 1.500 Teilnehmenden in Berlin warteten auf sechs oder zwölf Kilometern 21 beziehungsweise sogar 31 Hindernisse, die es zu bezwingen galt, dazu die Kulisse des Olympiastadions und der Waldbühne Berlin – deren 187 Treppenstufen direkt zu einem der Hindernisse wurden.

Die Waldbühne in Berlin ist eine Freilichtbühne, deren Ränge normalerweise bei Musik-Veranstaltungen Platz für bis zu 22.290 Zuschauer bieten. Schauplatz für ein Sport-Event war sie bisher allerdings noch nie – somit gelang den Göttingern auch hier eine echte Premiere.

Überseecontainer Werden per Kranlaster vor dem Berliner Olympiastadion aufgeladen.
Nach dem Hindernislauf ist vor dem Abbau und Abtransport: Auf dem Berliner Maifeld werden die letzten beiden Container aufgeladen. Nächster Halt: Göttingen. © TEN

Mit Erfolg, denn der in Göttingen geborene Hindernislauf kam an. Das Feedback der Teilnehmenden in den sozialen Netzwerken spricht für sich. „Danke für einen wunderherrlichen und erfolgreichen Vor- und Nachmittag mit viel Schweiß, Kampf- und Teamgeist, einer finalen Belohnung und viel Hunger am Ende“, schreibt einer der Teilnehmer. Ein weiterer schreibt: „Es war super, sehr gerne nächstes Jahr wieder.“

Damit es für die Berliner Hindernisläufer zu so einem Vergnügen werden konnte, mussten die Organisatoren von TeamEinsNull nicht nur marketingtechnisch Höchstleistungen vollbringen – so ein Event muss beworben und bekannt gemacht werden. Auch logistisch ist die Planung der Veranstaltung eine wahre Meisterleistung – und ein Kraftakt.

„Obstacle City Run“ logistisch ein enormer Kraftakt für Göttinger Veranstalter

Die Hindernisse werden in Göttingen geplant, gebaut und gelagert. Entsprechend mussten die derzeit 31 Hindernisse sowie diverses Zubehör in tagelangen Vorbereitungen in insgesamt zwölf 20-Fuß-Überseecontainern (sechs Meter lang, 2,5 Meter breit und 2,6 Meter hoch) mit einem Gewicht inklusive der Hindernisse von jeweils acht bis zehn Tonnen, eingepackt, mit einem Kranfahrzeug auf sechs Lkw verladen und in die Hauptstadt transportiert werden.

„Bei der Planung und Durchführung wurden wir von unseren langjährigen Göttinger Partnern, Bernd Rathmann und Zufall, unterstützt. Ohne die hätten wir die Reise nie starten, geschweige denn beenden, können“, so Karasch zum immensen logistischen Aufwand.

„Obstacle City Run“: Der Termin für 2023 steht bereits fest

In Berlin angekommen begann das zehnköpfige Kernteam direkt mit dem Aufbau auf dem Berliner Maifeld – insgesamt zehn Tage dauerten die Vorbereitungen vor Ort, ehe dann am 9. Juli endlich der Startschuss zur Premiere des Obstacle City Run in der Hauptstadt fiel. „Es war fantastisch zu erleben, wie sehr die Runner in Berlin den Obstacle City Run gefeiert und so die Grundidee unseres Hindernislaufs aufgegriffen und weitergelebt haben“, schildert Karasch die erlebten Emotionen vor Ort.

Wen wundert es da, dass der Termin für das kommende Jahr bereits feststeht: Am 14. Oktober ist der Obstacle City Run wieder in Berlin zu Gast im Olympiapark. (Melanie Zimmermann)

Weitere Informationen zu Standorten und Anmeldung: obstacle-city-run.de.

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