Volles Haus am Freitagabend

Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater: YouTuberin bringt das Publikum zum Singen

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Mit Herz und Hut: Youtuberin und E-Bass-Wunder Kinga Glyk animierte das Publikum im D eutschen Theater beim 42. Göttinger Jazzfestival zum Mitsingen. 

Das 42. Göttinger Jazzfestival feiert an diesem Wochenende auf der Bühne des Deutschen Theaters seinen Höhepunkt. Bereits am Freitagabend war das Haus voll besetzt.

Jazz in vielen bunten, teils schillernden Farben wird beim Göttinger Jazzfestival geboten. In mehr als 30 Einzelkonzerten präsentieren sich an neun Tagen mehr als 250 Künstler. Der Höhepunkt wird an diesem Wochenende auf den Bühnen des Deutschen Theaters gefeiert. Schon vor dem ersten Konzert auf der großen Bühne war dort am Freitagabend kein Sitzplatz mehr zu finden, auch an den Wänden drängten sich viele, die sich den Hörgenuss nicht entgehen lassen wollten.

Musik aus zwei Welten

Zu Musik aus zwei Welten öffneten ihnen Edgar Knecht und Aeham Ahmad die Türen. Als „Pianist in den Trümmern“ von Damaskus war der Palästinenser Aeham Ahmad berühmt geworden. 2015 floh der Künstler nach Deutschland. Weil er den Geflüchteten eine Stimme gab – seine Stimme fügt sich wie ein Instrument in die Klänge –, wurde er mit dem Beethovenpreis ausgezeichnet.

Mit Edgar Knecht, der deutsches Volksliedgut auf dem Flügel jazzig anders interpretiert, Rolf Denecke am Bass und Tobias Schulte am Schlagzeug ist Aeham Ahmad 2017 zusammengekommen. Wie aus einem Guss wirkte ihr Spiel, gewachsen in doch so unterschiedlichen Kulturen.

Zwei Welten auf einer Bühne: „Edgar Knecht meets Aeham Ahmad“ eröffneten den Abend im DT. 

Einer von vielen Höhepunkten wurde Knechts Variation des bekannten Volkslieds „Die Gedanken sind frei“, in der die Pianisten ihre Flügel wie im Streitgespräch in Dialog treten ließen. Beide freuten sich über den ausgiebigen Applaus für die Songs aus ihrem Album „Keys to friendship“ und bedauerten, dass sie angesichts des straffen Festival-Zeitplans keine Zugabe geben konnten.

Lady mit Hut

Wie Aeham Ahmad ist Kinga Glyk über das Internet bekannt geworden. Die 22-Jährige, die mit ihrem Bass als YouTuberin Bekanntheit erlangte, wird derzeit als E-Bass-Wunder gehandelt und ist Stammgast auf großen Festival-Bühnen. Nun war sie mit ihrer Band auch in Göttingen zu Gast und wusste nicht nur mit ihren Bässen, sondern auch mit dem Publikum zu spielen.

Volles Haus beim Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater

42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater: Edgar Knecht meets Aeham Ahmad © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
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42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater
42. Göttinger Jazzfestival im Deutschen Theater © Harald Kuhl

Zum Schluss brachte die junge Frau mit breitrandigem Hut auch noch den ganzen Saal zum Singen. „Ladies first“ lud die Frontfrau zuerst die Damen, danach die Herren zum Üben ein. Bis in den zweiten Rang waren die neuen Sänger zu hören.

Ganz besondere Note

Den letzten Auftritt auf der großen Bühne hatte am Freitag „Botticelli Baby“. Mit ihrer Mischung aus Jazz, Gypsy-Swing, Balkan-Beat und Punk faszinierten die sieben jungen Männer mit Trompete, Posaune, Saxophon, Klavier, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug. Marlon Bösherz am Kontrabass gab dem Auftritt mit seinem Gesang – wie nebenbei – eine besondere Note. Sein Instrument wird ihm zum Partner: Zu zimperlich wird der Bass nicht behandelt, manche Schräglage hat er auszuhalten.

Balkanbeats, Gypsy-Swing, Jazz und Punk: Botticelli Baby vereinte zum Abschluss verschiedenste Elemente. 

Nebenbühnen

Die Musik spielte nicht nur auf der großen Bühne. Im DT-X sorgten „Dreamland“, „Just Bossa“ das „Bernd Nawothnig Quartett“ und „Azul Balam“ für ein abwechslungsreiches Programm. Fans von einer Mischung aus Dixieland und Klassig kamen bei „Kirby’s Delight auf ihre Kosten. Dass man auf einer Blockflöte - artistisch - Jazz spielen kann, bewies Klarinettist Matthias Seuffert alias Holger Werner überzeugend.

Im DT-2 mit der „Blues Brother Band“, „HSV“, „Fapoon“ und „Ground Effect“ spielte „XY Jazz“ den Zapfenstreich. Seit ihrer Gründung 2002 werde die Uni-Bigband zum Jazzfestival eingeladen, erklärt XY-Jazz-Leiter Detlef Landeck. Diesmal war sie mit „alten Kamellen“ wie „Oh when the saints“ in neuem Gewand, dem Arrangement von Steve Gray, gekommen. Für Unermüdliche ging das Programm mit der Modern Session im DT-X bin in die frühen Morgenstunden weiter.

Samstag und Sonntag geht’s weiter

Wer Karten hat, der ist heute Abend, Samstag, 9.11., ab 19.15 Uhr beim Jazz im Deutschen Theater. Zum Abschluss des Festivals treten „Bill Evans and the Spy Killers“ am Sonntag, 10.11., um 20 Uhr in der musa, Hagenweg 2a, auf.

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