Jugendparlament Göttingen

Laut werden für die Umwelt - Göttinger Jugendparlament wird im März gewählt

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Im Holbornschen Haus stellt unter anderem der 14-jährige Schüler Tim Wiedenmeier das geplante Jugendparlament vor und trifft auf großes Interesse der Jugendlichen. 

Die Vorbereitungen zur Wahl des ersten Göttinger Jugendparlaments laufen. Insbesondere Umweltthemen sind den Jugendlichen wichtig.

Göttingen – Die Vorbereitungen zur Wahl des ersten Jugendparlaments in Göttingen sind im Gange. Zu einem Treffen im Holbornschen Haus erschienen zahlreiche Jugendliche. Dort wurde über die Möglichkeit einer Kandidatur und die Wahlen im März aufgeklärt. Der 14-jährige Kandidat Tim Wiedenmeier vom Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) führte durch das Programm.

Viele Jugendliche sind gekommen - Interesse an Jugendparlament ist groß

Der Raum ist voll, Limo und Backwaren wandern durch die Reihen. Das Interesse am geplanten Jugendparlament ist groß. Kerstin Jäger-Hartmann, Leiterin der Geschäftsstelle des Jugendparlaments, und Ekkard Jung, Jugendarbeit, bereiten mit einem Organisationsteam aus Jugendlichen die Wahlen und die Satzung des Jugendparlaments vor. 

Noch werden Kandidaten zwischen 13 und 17 Jahren gesucht

Noch wird nach Kandidaten gesucht, insgesamt 31 Jugendliche sollen künftig das Parlament stellen und damit selbst ihre Interessen vertreten. In Marburg gibt es bereits seit 22 Jahren ein solches Jugendparlament. 

Um ihre Arbeit vorzustellen, war eine Gruppe nach Göttingen gereist. Mit 42 Kommunen liegt die Zahl der Abgeordneten von Marburg-Biedenkopf dort bei 42. Die 18-jährige Saskia ist bereits seit fünf Jahren Teil des Teams. Ein Dauerthema sei der öffentliche Nahverkehr, aber auch Themen wie Jugendräume und Inklusion.

Tim Wiedenmeier: Der Jugend eine Stimme geben

Ein Jugendparlament auch in Göttingen – das hat sich Tim Wiedenmeier seit Langem gewünscht. Seit der fünften Klasse ist er Schulsprecher und jetzt einer der Kandidaten des Jugendparlaments. Doch sein Engagement beschränkt sich nicht darauf. 

Der Göttinger ist im Landesschülerrat Niedersachsen aktiv und bei Fridays for Future. „Der Jugend eine Stimme zu geben, fehlt in der Politik. Das Jugendparlament ist eine gute Chance, sich einzubringen“, sagt Wiedenmeier.

Öffentlicher Nahverkehr wichtiges Thema

Besonders der öffentliche Nahverkehr liege ihm am Herzen, beispielsweise der Vorschlag, die Fahrkarten für alle Schüler kostenlos zu machen. „Es heißt Bildung für alle, dann passt es nicht zusammen, Geld dafür auszugeben, dort hinzukommen“, sagt Wiedenmeier. 

Und natürlich der Umweltschutz. Weiterdenken, das ist ihm wichtig. Diese Chance biete das Jugendparlament. Die Resonanz seines Umfelds auf das Entstehen eines Jugendparlaments sei positiv.

Klimaschutz, Diversität, Inklusion, Integration und Tierschutz

Um Themen zu sammeln, die den Jugendlichen am Herzen liegen, werden die Jugendlichen in Gruppen eingeteilt. 15 Minuten, um das aufzuschreiben, was man verändern möchte. Die Vorschläge bei der anschließenden Präsentation sind zahlreich und legen den Fokus auf Klimaschutz, Diversität, Inklusion, Integration und Tierschutz.

Für den Klimaschutz einsetzen

Vor allem ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum und der Fahrradwege wird gefordert. Ein Angebot an veganem Essen in Schulküchen, geschlechtsneutrale Toiletten und Mobbingpräventionen stehen auf den Listen. Was die Jugendlichen am meisten umtreibt: sich für den Schutz des Klimas zu engagieren. Keine Plastiktüten, mehr Second-Hand – auch mit jugendlichem Angebot – und Aufklärung.

"Demokratie ist nicht den Älteren vorbehalten"

Einer der Kandidaten spricht aus, um was es bei der Veranstaltung geht: „Demokratie ist nicht den Älteren vorbehalten.“ Fridays-for-Future habe gezeigt, wie stark die Jugend ist und was sie erreichen können“, sagt Tim Wiedenmeier. Für den Umweltschutz wird die Stimme erhoben. Auch hier, an diesem Abend, im Holbornschen Haus.

Informationen zur Wahl

Die Wahl findet vom 11. bis 13. März statt. Wahlberechtigt und wählbar sind Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die eine Göttinger Schule besuchen oder eine Ausbildung machen. Wer kandidieren möchte, meldet sich bei Kerstin Jäger-Hartmann, Geschäftsstelle Jugendparlament, Gothaer Platz 3, Tel. 0551/ 400-3668, jugendparlament@goettingen.de, Website: goettingen.de/rathaus/service/dienstleistungen/jugendparlament.html. Alle Infos zur Wahl gibt es unter wahlen.goettingen.de.

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