Landeskongress-Motto: „Schluss mit den Parolen“

JuLis wollen liberale Idee wieder attraktiv machen

Göttingen. Unter dem Motto: „Schluss mit den Parolen - Für ein Steuersystem, das dem Bürger gerecht wird", debattierten etwa 100 Junge Liberale (JuLis) am Wochenende beim Landeskongress in Göttingen über Ehegattensplitting, eine Liberalisierung des Taxigewerbes und Konzessionspflicht.

Außerdem wählten sie Mareike Röckendorf aus Göttingen zur neuen Landespressesprecherin; unterstützt wird sie von Philipp Hübner, der außerdem neuer Beisitzer im JuLis-Landesverband ist.

Einen weiteren Schwerpunkt machte der angestrebte Erneuerungsprozess der FDP in der Wahrnehmung der Wähler aus. „Wir wollen die liberale Idee wieder attraktiv machen“, erklärte der Landesvorsitzende Niklas Drexler. Die FDP müsse daher wieder zu einem „respektablen Gesprächspartner für Verbände, Vereine, Bürgerinitiativen und für die Bürger“ werden.

Ansatzpunkt dafür sollen insbesondere Themen wie Generationen- und Chancengerechtigkeit, Priorität für Bildung und Schutz der Privatsphäre in allen Lebensbereichen sein.

Auch sieht Drexler die FDP im politischen Mächtespiel noch lange nicht am Ende. Im vergangenen Jahr habe es bundesweit etwa 1000 Neueintritte bei den JuLis gegeben: „Es ist jetzt unsere Aufgabe, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die FDP und die JuLis noch lange nicht verschwunden sind.“

In der anschließenden Debatte um das Ehegattensplitting sprachen sich die JuLis für das in Frankreich genutzte Modell des Familiensplittings aus. Dabei werde nicht nur das Einkommen der Eltern gemeinsam besteuert, sondern auch die Anzahl der Kinder in die Steuerberechnung einbezogen, so die Begründung. Damit werde die Kindererziehung finanziell gefördert, nicht die Alleinverdiener-Ehe. (jap)

www.julis-nds.de/

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