Kein Finale in Washington

Göttinger Juristen scheitern im Völkerrechtswettbewerb nur knapp

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Scheiterten im Viertelfinale: (von links, hinten) Timo Albrecht, Jesko Gerken, Elena Ben Salem, Caroline Lichuma, (vorne) Jakob Wagner-Douglas, Elric Erichsmeier und Ronia Böhme.

Göttingen – Das Göttinger Team ist bei der deutschen Auswahlrunde des in 100 Staaten ausgetragenen Völkerrechtswettbewerbs (Philip C. Jessup International Law Moot Court-Wettbewerb) nur knapp im Viertelfinale gescheitert.

In Göttingen qualifizierten sich die Juristen als zweitbestes Vorrundenteam für das K.o.-System. Doch die Mannschaft musste sich dort dem späteren Finalisten und Vorjahressieger von der Berliner Hertie School geschlagen geben. Am Ende siegte die Bucerius Law School. Allerdings erhielt der Göttinger Jakob Wagner-Douglas eine Auszeichnung als zweitbester Turnier-Redner. Die Finalrunde in Washington D.C. fällt wegen der Coronakrise aus.

Die Wettstreiter diskutierten über folgende Themen: Rechtmäßigkeit eines autonomen Waffensystems, die Verhaftung einer amtierenden Außenministerin, die Staatensukzession in völkerrechtlichen Verträgen und die Streitfrage, inwieweit sich die Erhebung von Zöllen im Welthandelsrechtssystem durch Verweis auf die nationale Sicherheit rechtfertigen lässt. Die Teams simulierten einen fiktiven Streitfall zwischen zwei Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Die Richterbank war prominent besetzt - unter anderem mit der österreichischen Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Gabriele Kucsko-Stadlmayer und der dortige britische Richter Tim Eicke.

Seit dem vergangenen Sommer hatten sich die Göttinger Studierenden Elena Ben Salem, Ronja Böhme, Elric Erichsmeier, Jesko Gerken und Jakob Wagner-Douglas mit den verschiedenen Fällen auseinandergesetzt. Caroline Lichuma und Timo Albrecht hatten die Teilnehmer bei ihrer Vorbereitung als Trainer unterstützt. Das Team erarbeitete Schriftsätze und hielt Plädoyers.  jfw

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