Stärker als erwartet gewachsen

Göttinger Konzern Sartorius legt hervorragende Quartalsdaten vor

Göttingen. Der Göttinger Konzern Sartorius hat am Mittwoch starke Zahlen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Der Gewinn wuchs deutlich stärker als vorhergesehen.

Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg kann eigentlich in jedem Quartal ein gleichlautendes Dauer-Statement abgeben – so wie am Mittwoch: „Wir sehen weiterhin dynamisches Wachstum, zu dem beide Sparten und alle Geschäftsregionen beitragen.“ Differenzierter wird es, wenn man in die Detail-Resultate im ersten Quartal schaut.

Gewinn 

Plus 24 Prozent Das operative Ergebnis EBITDA lag mit 72,3 Millionen Euro um 25,8 Prozent über dem des Vorjahres. Die Gewinnmarge beträgt 24 Prozent, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 22,3 Prozent. Prognostiziert für 2016 sind zwischen 24 und 25 Prozent. Der Konzernnettogewinn liegt im ersten Quartal bei 29,3 Millionen Euro (22,3 Prozent im gleichen Vorjahreszeitraum), ein Plus von 32,3 Prozent.

Umsatz 

Plus 17,9 Prozent Sartorius steigert den Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2015 wechselkursbereinigt um 17,9 Prozent von 258,1 auf 301,9 Millionen Euro. Prognose für dieses Jahr sind zehn bis 14 Prozent. Wichtig: Der Umsatz wuchs in allen Geschäftsregionen, vor allem aber in Amerika. In Nord-, Mittel- und Südamerika gab es ein Plus von 28,4 Prozent, dort wurde mit 103,5 Millionen Euro etwa ein Drittel des Konzernumsatzes im ersten Quartal gemacht. Wachstum im europäischen Raum: 13,5 Prozent auf 139,8 Millionen Euro; Wachstum in Asien: 12,3 Prozent auf 58,6 Millionen Euro.

Motor

Bioprocess Der Motor für das Wachstum bei Sartorius ist die Sparte Bioprocess Solutions, die auf Einwegprodukte für die Herstellung von Bio-Medikamenten konzentriert ist. Bioprocess erzielte ein Umsatzplus von 22,8 Prozent auf 226,9 Millionen Euro. Prognose in diesem Jahr sind 13 bis 17 Prozent. Die Sparte Laborprodukte, die Labor-Instrumente und -verbrauchsmaterial für Forschungs- und Qualitätslabore anbietet, legte beim Umsatz um 5,2 Prozent auf 75 Millionen Euro zu. Prognose 2016 sind hier drei bis sieben Prozent. Verbrauchsmaterialien wie Laborfilter wurden häufiger verkauft.

Prognose 2016 

Die Konzernführung hält trotz der starken Quartalsergebnisse an der Prognose für 2016 fest. Auch die Investitionsquote von zehn Prozent bleibt unangetastet. Wenn nichts außergewöhnliches passiert kann Joachim Kreuzburg nach dem zweiten Quartal sein – positives – Standart-Statement abgeben. Der Konzern läuft in der Spur.

Rubriklistenbild: © dpa

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