Vom Keller direkt ins Wohnzimmer

Göttinger Kult-Club nun im Internet: Der „Buff“ nörgelt jetzt online

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Der kleine „Buff“ nörgelt jetzt on line unter noergel.net.

Ein Kult-Club aus Göttingen geht in der Corona-Krise neue Wege - genörgelt wird jetzt über das Internet.

Göttingen –Der Nörgelbuff in Göttingen kommt ab sofort aus dem Keller direkt ins Wohnzimmer: Aufgrund der aktuellen Situation und der damit verbundenen Einschränkungen gehe der Live-Club neue Wege und halte sich unter www.noergel.net den virtuellen Spiegel vor, teilt der Nörgelbuff mit.

„Die aktuelle Situation rund um den Coronavirus zwingt uns neue Wege zu gehen“, erläutert Sascha Pelzel vom Nörgelbuff. „Wenn die Leute nicht mehr zu uns kommen können, dann bringen wir den Club zu den Leuten!“

Der Kult-Club hat eine Plattform geschaffen, auf der alle Angebote „zum Mitmachen, Unterstützen und Genießen“, wie es heißt, dargestellt werden. So war der virtuelle Nörgelbuff geboren. Und so bleibt auch der Montag „Buff-Tag“ mit der offenen Bühne für lokale Künstler. Die senden jetzt eben Videos aus dem eigenen Wohnzimmer.

Auch weitere Traditionsveranstaltungen wurden angepasst: Aus „Salsa en sotano“ wurde kurzerhand „Salsa en casa“. Freitags geht bei „Der Buff in der Bude“ jeweils ein anderer „Buff“ aus seiner Bude live und bietet unterschiedlichste Unterhaltung. Samstags folgt als Konzertersatz ein Livestream mit verschiedenen Gästen aus dem Nörgelbuff.

„Gerade weil wir der Überzeugung sind, dass unsere Arbeit alternativlos und unersetzlich ist, haben wir dieses Angebot ins Internet gebracht. Kultur ist und darf kein Luxusgut sein, es ist vielmehr ein elementarer Bestandteil unseres Zusammenlebens und insbesondere in der aktuellen Situation ein Element der Auseinandersetzung und Verarbeitung mit der Corona-Krise“, betont Johannes Förster vom Nörgelbuff.

Sein Kollege Sascha Pelzel ruft mit dem neuen Angebot ausdrücklich zum Mitmachen auf und stellt die Gemeinschaft in den Vordergrund: „Wir bleiben gemeinsam allein zuhause!“ Und außerdem: „Wir sind nicht weg, wir sind jetzt woanders!“

Wer es nicht weiß: Der Nörgelbuff wurde 1970 von Berliner Studenten an der Groner Straße gegründet. Der damalige Geschäftsführer und Kabarettist Rolf Linnemann hatte zu Berliner Zeiten „Buff-Gedichte“ verfasst – der „Buff“ ist eine Art Kobold – und war der Meinung, dass die Göttinger Studenten zu viel nörgelten. So kam der Name zustande. Seit 2007 wird der vom Verein Rockbüro Göttingen geführt.  ana

Weitere Informationen zum virtuellen Nörgelbuff: noergel.net

Alle wichtigen Infos zu Corona in Göttingen gibt es in unserem News-Ticker.

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