Existenzen gefährdet

Göttinger Verein  Kunst appelliert an Politik: Unterstützung für Freischaffende drängt

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Wilfried Arnold (links) und Nils König (rechts)  aus dem Vorstand des Vereins Kunst.

Göttingen – Der Verein „Kultur UNterstützt STadt“ (KUNST) aus Göttingen fordert Lösungen für eine Unterstützung der Kulturszene.

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie stünden vor allem die Existenzen im Kulturbereich auf dem Spiel. Von der Politik müssten deshalb nun schnelle Fördermaßnahmen ergriffen werden, um größeren Schaden von der Kultur in Göttingen und in Niedersachsen abzuwenden.

In einigen Bereichen sei schon reagiert worden: Kurzfristige Überbrückungszuschüsse gab es für Kleinstunternehmen im Kulturbetrieb. Zudem konnten Mitarbeiter größerer Kultureinrichtungen in Kurzarbeit gehen.

Soloselbstständige Künstler und Kreative, die keinem festen Ensemble, Theater oder Orchester angehören, seien allerdings von der aktuellen Situation aber besonders bedroht. „Freie Künstler und Kulturschaffende leisten einen wichtigen Beitrag zum reichhaltigen und vielfältigen kulturellen Leben in der Gesellschaft“, sagt der Vorstand des Vereins.

Von den derzeitigen Lockerungsmaßnahmen profitieren Kulturschaffende kaum. Großveranstaltungen sind noch bis zum 31. August verboten und der Veranstaltungsbetrieb werde als eine der letzten Branchen wieder öffnen, hieß es vom Vereinsvorstand. Kunst und Kultur lebe aber auch von der persönlichen Begegnung der Menschen und habe eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft.

Aufgrund der Veranstaltungeverbote können diese Künstler nichts mehr verdienen und ihren finanziellen Verpflichtungen nich nachkommen. Mithilfe von Spendenaufrufen will der Verein in Göttingen die Kunstschaffenden unterstützen. Zusätzlich benötigten sie aber Hilfe vom Land Niedersachsen.

Willi Arnold vom Kunst-Vorstand sieht zum Teil „sehr gute Vorschläge“ der Politik, nun müsse aber ein konkretes Konzept entstehen, das vom Land oder anderen Stellen möglichst rasch umgesetzt werden kann. Vorstandskollege Nils König betont, dass der Verein gerne bereit sei, an solchen Konzepten mitzuarbeiten, und bot der Politik Hilfe an.

Von Samira Müller

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