Exponat wird in Berlin gezeigt

Göttinger Lilienthal-Gleiter trifft auf Riesen-Airbus A380

In Hamburg traf der Nachbau des ersten Serienflugzeugs der Welt von Otto Lilienthal auf den A380: DLR-Forscher Christian Schnepf stieg als Lilienthal-Double in den Gleiter. Foto: Jansen/DLR/Airbus/nh

Göttingen/Berlin. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat das erste Serienflugzeug der Welt von Otto Lilienthal nachgebaut. Nach der Vorstellung in Göttingen traf das Exponat auf einen Airbus A380.

In dieser Woche wird das Exponat auf der ILA Berlin Air Show gezeigt.

Bei der Aktion auf der Luftfahrtausstellung am Rand der Bundeshauptstadt sollen auf dem Flughafen Schönefeld die Ergebnisse der Untersuchungen präsentiert werden. Die ILA ist für Privatbesucher am Freitag, 3. Juni, von 10 bis 20 Uhr sowie am Samstag, 4. Juni, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Vor der Aktion in Berlin wurde der Lilienthal-Gleiters ins Airbus-Werk nach Hamburg gebracht. Dort traf der Nachbau auf einen Airbus A380. Lilienthal selbst hätte sich wohl kaum vorstellen können, dass eines Tages Giganten wie der A380 mit einer Spannweite von fast 80 Metern, einem Gewicht von 569 Tonnen und bis zu 853 Passagieren durch die Lüfte fliegen. Lilienthals sogenannter Normalsegelapparat brachte es auf gerade einmal 6,70 Meter Spannweite bei 20 Kilogramm Gewicht.

Die Forscher hatten den Nachbau des 1893/1894 konstruierten Fliegers von Otto Lilienthal in einem Windkanal getestet: Und den hat der Flieger im Bravour bestanden.

Tests in Göttingen: Auf den Spuren des Flugpioniers Otto Lilienthal

Der in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern nachgebaute Gleiter hat bei den Tests Windgeschwindigkeiten von bis zu zehn Metern je Sekunde (36 Kilometer pro Stunde) erfolgreich standgehalten und aerodynamische Datensätze geliefert, die geradezu Lehrbuchcharakter hätten, sagte der Leiter des Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik, Andreas Dillmann.

Unter anderem erhoffen sich die Göttinger Experten aus den Untersuchungen auch Hinweise auf die Ursache des Absturzes im Jahr 1896, bei dem der Flugpionier ums Leben kam. (mit dpa)

Weitere Informationen gibt es unter: www.ila-berlin.de

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