Göttinger Literaturherbst

70 Lesungen auch an traumhaften Orten - mit Schätzing, Berben und Pamuk

Komisch: Iris Berben mit Anke Engelke. Foto: Rainer Jensen/dpa-Bildfunk

Göttingen. Der Göttinger Literaturherbst wartet mit einem Riesenprogramm und großen Namen auf. Das Festival bietet in zehn Tagen 70 Veranstaltungen an 35 Orten.

Wir geben Antworten auf wichtige Fragen zum größten Literaturfestival in Niedersachsen.

Wann startet der 27. Göttinger Literaturherbst?

Los geht’s am Freitag, 12. Oktober, beim Eröffnungsempfang im neuen Hotel Freigeist, wo auch das Festival-Cafè öffnen wird. Programmstart ist Samstag, 13. Oktober. Bis Sonntag, 21. Oktober, wird es in zehn Tagen 70 Veranstaltungen an 35 Orten, davon zwölf in der Region Südniedersachsen und eine erstmals auch in Nordhessen geben, in Witzenhausen an einem passenden Ort, dem Bio-Bistro Ringelnatz.

Gibt es noch weitere besondere Veranstaltungsorte?

Seit 2014 geht der „Herbst“ verstärkt in die Region, diesmal auch ins Mündener Welfenschloss, den P.S. Speicher Einbeck, die historische Buchhandlung Moller in Bad Lauterberg, das Kloster Walkenried und das Restaurant Wellenreiter in Seeburg.

Welches sind die Kracher im Programm?

Natürlich wieder das Erlebnis Multi-Media-Lese-Show mit Frank Schätzing („Die Tyrannei des Schmetterlings“), der zum dritten Mal zum „Herbst“ kommt. Dazu der weltexklusive Auftritt 2018 des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk, der gleich zwei im Göttinger Steidl-Verlag herausgegebene Bildbände vorstellen wird. Die Flugkosten übrigens übernimmt das Auswärtige Amt, das damit ein Zeichen setzt – für den Auftritt Pamuks. Auch Wissenschaftsjournalist Harald Lesch ist immer ein Erlebnis, ebenso Robert Seethaler.

Das sind nur Männer – kommen auch weibliche Stars?

Es sind enorm viele, starke Frauen und Schreiberinnen im Programm, die viel – auch Provokatives – zu sagen haben. So Maja Lunde („Die Geschichte des Wassers“), Cecilia Ahern, Meg Wollitzer („Das weibliche Prinzip“), Sarah Wagenknecht, Dörte Hansen, Christine Westermann, Eva Matthes, Lucy Fricke („Töchter“), Sujatha Gidla und Barbara Sichtermann.

Gibt es etwas für das junge Publikum?

Die Macher verstärken die Bemühungen um die jungen Leser auch mit der Reihe „Junger Herbst“. Dabei sollen aber auch junge Autoren und Themen den Junggebliebenen präsentiert werden: Diesmal auch durchaus provokativ mit Margarete Stokowski und Louisa Lorenz, deren Thema das Wissen über die Genitalien der Frau ist. Musik macht die Poetry-Band von Ulrike Almut Sandig und Grigory Semenchuk. Mit dabei ist auch Robert Stadlober, er liest von dem früh verstorbenen James Dean der Literatur – Richard Farina.

Der Veranstalter verspricht auch ein Spektakel...

Damit ist der Fantasy-Nachmittag am 21. Oktober gemeint, der als „Treffen der Giganten“ überschrieben ist. Fantasy-Fans werden dem zustimmen: Kai Meyer, Bernhard Hennen und Markus Heitz werden das Genre vertreten, das oft von Literaten abfällig betrachtet wird – aber trotzdem viele (junge) Leser hat.

Darf beim Literaturherbst auch gelacht werden?

Klar. Anke Engelke und Iris Berben nennen ihr Gespräch über Literatur von Aristoteles bis Mann schlicht „Komisch!“ (15. Oktober). Lustig wird es auch mit Heinz Strunk („Das Teemännchen“) und Dietmar Wischmeyer.

Ab wann läuft der Vorverkauf, was kosten Tickets?

Ab sofort. Preise meist zwischen zwölf und 18, ermäßigt ab sieben Euro. Vorverkauf auch in HNA-Geschäftsstellen. Programm und Karten: www.literaturherbst.com

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