Literaturherbst: 34 000 waren online dabei

Göttinger Literaturherbst: On-Air-Ticket war ein Erfolg und soll bleiben

Guter Dinge nach erfolgreichem Literaturherbst: Das Team des Literaturfestivals um Geschäftsführer Johannes Peter Herberhold (Dritter von links) präsentiert sich in guter Laune.
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Guter Dinge nach erfolgreichem Literaturherbst: Das Team des Literaturfestivals um Geschäftsführer Johannes Peter Herberhold (Dritter von links) präsentiert sich in guter Laune.

Im Saal, zu Hause auf dem Sofa im TV, unterwegs im Zug via Handy: Der Göttinger Literaturherbst war überall und meist live zu erleben – trotz Corona und dank des On-Air-Tickets.

Göttingen – Das On-Air-Ticket ermöglichte für 18 Euro den Zugang zur Mediathek, sowie über diese das Anschauen und Zuhören der etwa 60 Veranstaltungen, die zum Glück in Corona-Zeiten fast alle bis zum 2. November stattfinden konnten. Das „On-Air-Ticket“ jedenfalls kam prima an, was auch die Zugriffszahlen auf die bereitgestellten Lesungen zeigen: Mehr als 33 000 Mal wurden Veranstaltungen angeschaut.

Somit verzeichnet der Göttinger Literaturherbst, der als einer von wenigen Veranstaltungen in diesem Genre 2020 über die Bühne ging, quasi ein Rekordergebnis – rechnet man die 6400 Präsenzbesucher bei den Live-Lesungen hinzu – wie Geschäftsführer Johannes Peter Herberbold sagt. Für ihn und das gesamte Team, das durch die gestreamten und aufgezeichneten Lesungen viel mehr Arbeit leisten musste, ist deshalb schon jetzt klar: Der Literaturherbst hat mit dem On-Air-Ticket eine neue Tür aufgestoßen, ist mit den Besuchern hindurchgegangen und wird weiter, also auch 2021 online zu sehen sein.

„Wir fühlen uns durch die hohe Nachfrage und die vielen positiven Rückmeldungen bestärkt und arbeiten weiter an der Servicequalität des Angebotes“, sagt Herberhold, der kürzlich im Gespräch mit unserer Zeitung auch sagte, dass es technisch sicher noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. „Es war auch ein Probelauf, wir haben viele Erfahrungen gesammelt, auf die wir zurückgreifen können.“

Technischer Aufwand: Wie hier in der Göttinger Paulinerkirche wurden die Veranstaltungen des Göttinger Literaturherbstes live übertragen.

Laut Herberhold habe das On-Air-Ticket und die Übertragung im Netz auch gezeigt, dass sich – nicht nur durch Corona – im Kulturbereich viel geändert hat, auch bedingt durch ein anderes Nutzerverhalten. Als Fazit sagt Herberhold: „Das Online-Angebot gehört heute dazu, auch weil es den Kulturinteressierten die Möglichkeit gibt, mehr Veranstaltungen zu verfolgen – manche laufen live auch zeitgleich.“

Das sind die Zahlen: Insgesamt sahen während des Literaturherbstes bis zum 2. November 24.904 Besucher online die Übertragungen. Nach der Verlängerung des On-Air-Tickets, das mehr als 3.000 Mal verkauft wurde, bis 30. November kamen weitere 9.074 Zuschauer hinzu. Bestbesuchte Lesung war die mit Buchpreisträgerin Anne Weber und 1.793 Zugriffen, gefolgt von Elke Heidenreich (1.254), Uwe Timm (1.223), Cornelia Funke (1.163) sowie Cordula Stratmann/Edin Hasanovic (1.160). (tko)

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