Göttinger Max-Planck-Institut: Forschung für störungsfreie Satelliten

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Die Projektleiterinnen der drei beteiligten Länder zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter während ihrer Konferenz in Göttingen: (von links) Dr. Elena Kronberg, Dr. Patrick Daly (beide vom MPS), Dr. Liudmyla Kozak aus der Ukraine und Dr. Elena Grigorenko aus Russland.

Göttingen. Während die Beziehungen zwischen der Ukraine, Russland und Deutschland von Turbulenzen erschüttert werden, vereinen drei Wissenschaftlerinnen dieser Länder ihre Kräfte.

Projekt am MPS

Gemeinsam untersuchen sie unter Führung des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), wie elektromagnetische Felder im Weltall die Arbeit von Satelliten einschränken.

Auftakt-Konferenz

Die Teilchen können zu Problemen beim Betrieb von Kommunikations- und Navigationssatelliten führen. Deshalb ist eine verlässliche Vorhersage dieser Ereignisse ist entscheidend, um die Schäden zu minimieren. Die drei Gruppenleiterinnen starteten ihr Projekt vor kurzem mit einer Konferenz im Göttinger Institut. Für ihr Projekt nutzen die Forscherinnen die umfassenden Daten einer Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die Messungen des elektromagnetischen Feldes der Erde sowie geladener Teilchen liefert. Die Volkswagen-Stiftung fördert das Projekt für die nächsten zwei Jahre mit einer Gesamtsumme von 235.000 Euro.

Plasma im Weltall

Plasma im Weltall stellt Forscher immer noch vor einige Rätsel. Die impulsiven Energieausbrüche stellen unser Verständnis darüber in Frage, wie effizient sich unterschiedliche Energieformen im Plasma ineinander umwandeln lassen. Eine besonders wichtige Region, in der solche Ausbrüche vorkommen, liegt im sogenannten Magnetschweif der Erde.

Mission der ESA

Plasma mit einer so geringen Dichte, wie sie im Weltall vorkommt, kann in Laboratorien auf der Erde nicht nachgestellt werden. Die beste Art es zu untersuchen, ist daher mittels Beobachtungen von Raumsonden in der Magnetosphäre der Erde. Solche Beobachtungen macht die ESA-Mission „Cluster“, die im Jahr 2000 gestartet wurde und aus einer Gruppe von vier Satelliten besteht.

Teilchendetektor

Das entscheidende Instrument, das Spektrometer Rapid wurde unter Beteiligung des MPS entwickelt und gebaut wurde. Mit dem Teilchendetektor können verschiedene Ionen unterschieden. Dadurch kann die Zusammensetzung ermittelt werden: „Das MPS bietet uns die einzigartige Möglichkeit, direkt mit Daten von RAPID zu arbeiten“, erklärt Projektleiterin Elena Kronberg.

Seit 2006 bei Max Planck

Sie studierte an der „Altai State University“ im russischen Barnaul und promovierte an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2006 arbeitet sie am MPS.

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