Göttinger Max-Planck-Institut: Trauer um Prof. Whittaker

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Prof. Dr. Victor P. Whittaker

Göttingen. Das Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie trauert um seinen früheren Direktor Victor P. Whittaker. Der Neurochemiker verstarb Anfang Juli im Alter von 97 Jahren in Cambridge in Großbritannien.

„Professor Whittaker stand auf seinem Forschungsgebiet, der Neurochemie, international an der Spitze. Seinen innovativen Methoden verdanken wir ganz wesentliche Erkenntnisse darüber, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren“, sagte Herbert Jäckle, Geschäftsführender Direktor Instituts.

Dank origineller Forschungsansätze war es Victor P. Whittaker als Erstem gelungen, Nervenenden vom Nervengewebe abzutrennen und zu isolieren. Das eröffnete völlig neue Möglichkeiten, die Signalübertragung zwischen Nervenzellen im Reagenzglas zu untersuchen.

Der gebürtige Brite Victor P. Whittaker wechselte nach seinem Studium der Chemie und Biochemie in Oxford in die Vereinigten Staaten und ging dann nach England zurück. Im Jahr 1973 ernannte die Max-Planck-Gesellschaft Victor P. Whittaker zu ihrem Wissenschaftlichen Mitglied. Gleichzeitig berief ihn das MPI für biophysikalische Chemie als Direktor, wo er bis zu seiner Emeritierung 1987 die Abteilung Neurochemie leitete.

Bis zuletzt blieb Professor Whittaker dem MPI für biophysikalische Chemie eng verbunden und fuhr noch mit über 90 Jahren für Institutsbesuche mit dem eigenen Auto die Strecke von Cambridge nach Göttingen. Bis ins hohe Alter war er treuer Besucher der Händelfestspiele. 

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