Göttinger Max-Planck-Institut zeigt Flaggen

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Zeigen Flagge: Die Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts haben sich hinter ihre Heimatflagge gestellt. Nicht ganz richtig am Platz sind der stellvertretender Bürgermeister Ulrich Holefleisch (hinter der Österreich-Flagge) und Direktor Eberhard Bodenschatz (hinter der Mexiko-Flagge) , der die Idee für die vielen Flaggen hatte. 

Göttingen. Ganz bunt ist das Treppenhaus im Foyer des Max-Planck-Instituts in Göttingen derzeit. Der Grund: eine Protestaktion am Samstag.

Um im Vorfeld des „March for Science“ auf die internationale Forschung aufmerksam zu machen und ein Zeichen für Weltoffenheit zu setzten, hatte Direktor Eberhard Bodenschatz eine plakative Idee.

Für jede Nationalität hat er eine Flagge ins Treppenhaus gehängt. „Schließlich ist Wissenschaft flaggenfroh und wir als Physiker sind weltoffen.“ Dabei war er selbst ganz überrascht, dass an seinem Institut Forscher aus über 60 Ländern arbeitet.

Bodenschatz sagte, es sei wichtig, optimistisch nach vorne zu schauen, auch in einer Welt von Fake-News. Die Physik diene als Paradebeispiel, Theorien mit Experimenten in einem wissenschaftlichen Diskurs zu überprüfen. „Ich freue mich, dass wir über alle Nationalitäten, Kulturen und politische Richtungen hinaus zusammen arbeiten.“ Es sei schön, wenn die Welt zusammengehöre und das könne an seinem Institut gelebt werden.

Unter den Flaggen seien alle Kontinente vertreten, mit Ghana und Nigeria auch Afrika – darauf ist Bodenschatz stolz, „weil die Wissenschaft dort ja erst losgeht“. Die europäische Flagge hängt auch. Bodenschatz hat sie extra noch nachbestellt.

Hintergrund

Für freie Forschung: March of Science

Weltweit gehen Forscher am Samstag, 22. April, für eine freie Wissenschaft auf die Straße. Die Initiatoren in Deutschland wollen für den „Wert von Wissenschaft, Fakten und Evidenzbasiertheit in Zeiten von alternativen Fakten“ eintreten, heißt es in einer Mitteilung. Der Marsch ist eine Reaktion darauf, dass in vielen Ländern die Abschaffung der akademischen Freiheit droht und die Autonomie von Universitäten stattlicher Kontrolle weichen muss, erklärt Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität. Sie hat ihr Kommen angekündigt. Der Göttinger March of Science beginnt um 11 Uhr am Gänseliesel. https://sciencemarchgoe.de

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