Initiative von Göttinger Migranten

Göttinger Migranten bieten erste Stadtführung in zehn verschiedenen Sprachen an

Bieten Stadtführungen in ihrer Muttersprache an: (von links) Ali Husseini Salem und Murteza Husseini Salem (Iran), Sipra Maiti (Indien), Ahmed Al Hamdani (Jemen) und Natascha Wellmann-Rizo
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Bieten ab sofort Stadtführungen in ihrer Muttersprache an: (von links) Ali Husseini Salem und Murteza Husseini Salem (Iran), Sipra Maiti (Indien), Ahmed Al Hamdani (Jemen) und Natascha Wellmann-Rizo, Leiterin des Projektes „Ich kann helfen“.

Das ist eine echte Premiere: Mehrere Göttinger mit Migrationshintergrund bieten am Sonntag, 11. Juli, erstmals eine Führung durch die Uni-Stadt in ihrer Muttersprache an.

Göttingen - Beginn der Aktion „Göttingen in deiner Sprache“ ist um 16 Uhr am Alten Rathaus. Die Idee dafür entstand im Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen, einer Einrichtung des Diakonieverbands im Kirchenkreises Göttingen.

Umgesetzt wurde es ab März vergangenen Jahres in Kooperation mit dem Göttinger Kommunikations- und Aktionszentrum KAZ. Die Stadt Göttingen förderte das Projekt.

Stadtführung in der jeweiligen Muttersprache soll das Ankommen erleichtern

Teilnehmer aus fünf verschiedenen Ländern haben eine Stadtführung für Neuzugewanderte konzipiert, die das Ankommen in Göttingen erleichtern soll. Die Tour wird in der jeweiligen Muttersprache geführt und verbindet Geschichtliches mit praktischen Tipps, die für Migranten und Geflüchtete besonders relevant sind.

Mittlerweile ist die Gruppe auf 18 Teilnehmer mit zehn Sprachen angewachsen: Vertreten sind Arabisch, Bengali, Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Kurdisch, Persisch, Russisch und Türkisch.

Auf Grund der Corona-Pandemie konnten bislang keine Stadtführungen stattfinden. Jetzt kann es endlich losgehen. Zehn Stadtführer sind dabei. Sie erzählen in zehn Sprachen über das Mittelalter, die Geschichte der Universität, die Stolpersteine und das Fachwerk. Weitere Themen sind die Deutschstunde in der Stadtbibliothek und die Arbeit der Verbraucherzentrale in der Jüdenstraße.

Die Tour endet vor dem Migrationszentrum an der Weender Straße. Dort wird die Stadtführer-Initiative im Projekt „Ich kann helfen – Teilhabe durch Ehrenamt“ koordiniert. Die Teilnehmer der Tour erhalten zudem die Broschüre „Willkommen in Göttingen“. (Bernd Schlegel)

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