Friedenslicht

Göttinger Pfadfinder sorgen für die Verteilung: Das Friedenslicht ist endlich da

Friedenslicht am Kreishaus: Hier wurde es an Vertreterinnen Stadt und Landkreis weitergegeben
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Friedenslicht am Kreishaus: Am Montag wurde es an Vertreterinnen Stadt und Landkreis weitergegeben. Bei der Aktion waren (von links) Martin Wirth, Maria Gerl-Plein, Sylvia Binkenstein, Lukas Schmuck und Hochschulpastor Daniel Küchenmeister dabei.

Das Friedenslicht aus Bethlehem haben am dritten Advent 100 Pfadfinder, Gruppenleiter und Eltern in der Göttinger Kirche St. Godehard miteinander geteilt.

Göttingen – „Ein Licht, das wärmt, den Raum erhellt und innere Erkenntnis schenkt“, wünschte Bischof Heiner Wilmer SCJ den jungen Menschen.

Morgens um 5 Uhr hatte sich der Göttinger Pfadfinder Lukas Schmuck ins Auto gesetzt, um nach Jena zu fahren. An einer Autobahnraststätte nahm er gegen 8 Uhr das Friedenslicht in Empfang. Pfadfinder hatten es zuvor an der Grenze zu Österreich abgeholt.

Von Bayreuth aus fuhren die Scouts nun Richtung Ostfriesland. Schmuck entzündete bei ihnen gleich drei Lichter, darunter eine Öllampe und eine Reisekerze. In einer Kiste verstaut tranportierte er sie zurück.

Friedenslicht für Göttingen: Pfadfinder Lukas Schmuck mit Diözesanjugendseelsorger Matthias Rejnowski.

Zu Beginn des Gottesdienstes entfachte Schmuck gemeinsam mit Helfern die vielen Kerzen im Gotteshaus. Es ist dem heiligen Godehard geweiht, dessen Berufung zum Bischof von Hildesheim sich 2022 zum 1000. Mal jährt. Die im 3.000 Kilometer entfernten Bethlehem entzündete Flamme möge bei den jungen Menschen in der Kirche „ein Licht aufgehen“ lassen.

Es solle ihnen Orientierung bei der Wahl des beruflichen Wegs geben. Es solle ihnen aber auch zeigen, auf wen sie sich wirklich verlassen könnten, „wenn es im Leben dunkel wird“. Der Bischof wünschte den Jugendlichen „einen wahren Freund“, nicht nur „eine Instagram- oder Tiktok-Bekanntschaft“.

Wilmer gestaltete die Wort-Gottes-Feier gemeinsam mit Diözesanjugendseelsorger Matthias Rejnowski, der zugleich Bezirkskurat (geistlicher Betreuer) der katholischen St.-Georg-Pfadfinder ist. Der Kurat des Göttinger Pfadfinderstammes, Diakon Martin With, griff gegen Ende des Gottesdienstes zur Gitarre. Gemeinsam mit allen sang er das Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße“.

Verteilung des Friedenslichts: Es wurde im Gottesdienst in den Reihen weitergegeben.

„Das Friedenslicht steht für den friedlichen Umgang miteinander, aber auch für den inneren Frieden“, erklärte Pfadfinderin Marie (11) nach der Feier. „Die brennende Kerze erinnert mich an die Verantwortung, die wir Pfadfinder in der Gesellschaft übernehmen wollen“, sagte Stefan Krayer (18).

Das Licht aus dem 3.000 Kilometer entfernten Bethlehem sei für ihn aber auch Ausdruck der Ökumene mit Christen anderer Konfessionen, mit Muslimen, Juden sowie mit Atheisten. „Bei unseren internationalen Großlagern, den Jamboree, kennt man niemanden und ist doch sofort mit allen verbunden“, ergänzte Pfadfinder Tonda Klein (16). An der Feier nahmen auch Pfadfinder aus Duderstadt, Gieboldehausen, Herzberg und Osterode teil.

Der Göttinger St.-Georgs-Pfadfinderstamm besteht seit 90 Jahren. Aufgrund der Pandemie konnten die knapp 95 Kinder und Jugendlichen sowie die 15 Leitenden das allerdings nicht feiern. Der Gottesdienst hatte damit auch den Charakter einer Jubiäumsveranstaltung, erklärte Stammeskurat Wirth.

Das Friedenslicht kann bis zum 6. Januar in den katholischen Kirchen in Göttingen abgeholt werden. (Michael Caspar)

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