Teilchenphysik zum Anfassen

Göttinger Physiker weihen Schüler in die Geheimnisse des CERN ein

Analyse am Computer: Doktorand Fabian Sohns (Mitte) zeigt Daniel Aaron Müller (hinten) und Emily Irsen eine Teilchenkollision.
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Analyse am Computer: Doktorand Fabian Sohns (Mitte) zeigt Daniel Aaron Müller (hinten) und Emily Irsen eine Teilchenkollision.

Göttingen. Physiker der Universität Göttingen haben Schülern Teilchenphysik und die Funktionsweise des Teilchenbeschleunigers CERN erklärt. Sie möchten Physik interessant machen.

Für viele ist Physik ein rotes Tuch: Die Berechnungen sind zu schwer, die Theorie zu kompliziert und auch in der Praxis wird’s nicht immer einfach. Gegen diese Vorurteile möchte die Georg-August-Universität Göttingen etwas tun.

50 Zehnt- bis Zwölftklässler waren der Einladung von Professor Stan Lai und seinem Team gefolgt, um sich im Rahmen der diesjährigen „International Masterclasses for High School Students“ die Teilchenphysik näher bringen zu lassen. Hinter dem komplizierten Namen verbirgt sich ein an vielen Unis stattfindender Schüler-Schnuppertag. „An sich gesehen ist das Ganze schon sehr komplex, man muss davor aber auch wirklich keine Angst haben“, erklärt Fabian Sohns, als er mit Daniel Aaron Müller und Emily Irsen Teilchenkollisionen am Computer analysiert. 

Die Daten, mit denen der Doktorand und die Schüler arbeiten, stammen aus einem Originaldatensatz der Europäischen Organisation für Kernforschung, die auch unter dem Namen CERN bekannt ist. „Nach Vorträgen am Vormittag durften die Schüler das Ganze auch mal selbst ausprobieren“, erläutert Lai, „es ist ja auch unsere Aufgabe, für Physiker-Nachwuchs zu sorgen.“

Dass es diese Möglichkeit gibt, finden Müller und Irsen „toll und richtig spannend, schließlich hat man sonst nicht so oft Gelegenheit, einen solchen Einblick zu bekommen.“

Wirklich Zeit zum Plaudern haben die 18-Jährigen nicht, schließlich steht zum Abschluss des Tages noch eine Videokonferenz mit anderen Schülergruppen an, in der die gewonnenen Erkenntnisse vorgestellt werden.

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