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Göttinger Professor Ghadimi ist Präsident der Krebsgesellschaft

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Von: Thomas Kopietz

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Prof. Michael Ghadimi, Direktor an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Vorsitzender der Deutschen Krebsgesellschaft, lehnt an einer Tür in der Göttinger Uni-Klinik
Engagiert in der Krebsmedizin: Prof. Michael Ghadimi, Direktor an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist jetzt auch Vorsitzender der Deutschen Krebsgesellschaft © UMG

Professor Michael Ghadimi, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist neuer Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG).

Göttingen/Berlin - Michael Ghadimi wurde kürzlich während der Delegiertenversammlung in Berlin gewählt. Ghadimi folgt auf Prof. Thomas Seufferlein von der Uni-Klinik Ulm.

Der Vorstand der DKG wird alle zwei Jahre gewählt. Michael Ghadimi hatte im November 2022 den Deutschen Krebskongress 2022 – organisiert von der Deutschen Krebsgesellschaft und Deutschen Krebshilfe – als Kongresspräsident mit fast 10 000 Fachbesuchern geführt. Die DKG hat etwa 8100 Mitglieder in 25 Arbeitsgemeinschaften. Angeschlossen sind auch 16 Landeskrebsgesellschaften und 36 Fördermitglieder, die in Forschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig sind.

Ghadimi will sich noch bessere Krebsforschung- und behandlung einsetzen

Ghadimi freut sich auf sein Amt und klare Ziele, will sich mit den Experten in der DKG „für die evidenzbasierte Krebsforschung und -versorgung einsetzen“, wie er sagt. „Gerade die onkologischen Leitlinien für die Krebsbehandlung und die Zertifizie–rung von Zentren sind wunderbare Beispiele dafür, wie es gelingen kann, die vielen Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis zu übertragen“, zeigt Ghadimi auf.

Göttinger Professor will stark mit Politikern zusammenarbeiten

Aus seiner Sicht brauche man in Deutschland zudem noch mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit und Qualitätsmanagement zum Wohl der Patienten“. Auch der Austausch und die Diskussion der Deutschen Krebsgesellschaft mit Entscheidern in der Politik und im Gesundheitswesen seien wichtig und würden wesentlich zur Verbesserung der Versorgung von Patienten beitragen.

Michael Ghadimi: Der gebürtige Münchner studierte auch in Heidelberg

Michael Ghadimi ist gebürtiger Münchner, studierte von 1989 bis 1995 studierte Humanmedizin an der Uni Heidelberg sowie als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Duke University, Durham, North Carolina, und am Baylor College of Medicine in Houston, Texas. Nach Studienende arbeitete er 1995 als Arzt im Praktikum und später als Assistenzarzt in der Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie an der Charité, Humboldt Universität Berlin.

Ghadimi arbeitet seit 1999 an der Göttinger Uni-Klinik

Seit Oktober 1999 ist Ghadimi an der Chirurgischen Klinik der UMG tätig. 2004 erlangte er die Anerkennung zum Facharzt für Chirurgie. Ein Jahr später, habilitierte Ghadimi an der UMG für das Fach Chirurgie. 2007 erlangte er die Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie. 2008 nahm er den Ruf auf die W3-Universitäts-Professur für Chirurgie und viszerale Tumortherapie der UMG an.

Seit dem 1. April 2012 leitet Michael Ghadimi die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie. Aktuell ist er ständiger Vertreter des UMG-Vorstands Krankenversorgung sowie Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des UniversitätsKrebszentrums Göttingen.

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