Es geht um Regionalentwicklung

Göttinger Projekt mit 148.000 Euro gefördert

Duderstadt im Landkreis Göttingen nahe der Grenze zu Thüringen ist Teil des Projekts.
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Duderstadt im Landkreis Göttingen nahe der Grenze zu Thüringen ist Teil des Projekts.

Das Projekt „Leben am Dreiländereck“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) wird durch das Programm „PRO Niedersachsen“ über drei Jahre mit 148.000 Euro gefördert.

Göttingen/Northeim – Wissenschaftler der HAWK untersuchen in diesem Projekt laut Mitteilung der HAWK Entwicklungschancen und -hemmnisse ländlicher Regionen in Grenznähe zu Nachbarbundesländern.

Geograf Prof. Dr. Ulrich Harteisen.

Als Untersuchungsregion wurde Südniedersachsen ausgewählt, besonders die Landkreise Holzminden, Northeim, Goslar und Göttingen mit angrenzenden Regionen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Auch wenn im Alltag die Bundesländergrenzen unsichtbar seien, gebe es Unterschiede, zum Beispiel rechtliche, partei- und förderpolitische sowie ökonomische.

Wegen einer fehlenden Verflechtung der Bundesländer träten in diesen Grenzregionen häufig Probleme im Öffentlichen Nahverkehr und im Schulwesen auf. In der Wirtschaftsförderung könnte es wegen Unterschieden in der Förderung Schwierigkeiten geben, in der Tourismusentwicklung wegen fehlender Zusammenarbeit. Bei der Sicherung der Daseinsvorsorge könne es besonders in ländlichen Regionen Probleme geben.

Geograf Dr. Tobias Behnen.

Die Geografen Dr. Tobias Behnen und Prof. Dr. Ulrich Harteisen haben den Forschungsantrag für das Projekt entwickelt. Ziel sei es zu prüfen, ob Grenzen von Bundesländern im ländlichen Raum als Barrieren wirken und eine Entwicklung ländlicher Regionen behindern. Am Ende sollen Vorschläge für eine bessere Entwicklung in der Region stehen.  (fab)

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