Spende für Solarlampen

Göttinger Projekt: "Schulwälder für Westafrika" hilft bei Aufforstung des Regenwaldes

+
Markus Ohlef und Dr. Sam Essiamah. Für neue Solarlampen werden noch Spender gesucht.

Der Verein „Schulwälder für Westafrika“ hat allein in den vergangenen drei Jahren 10 000 Bäume auf Schulhöfen im Süden Ghanas gepflanzt. Mit 7500 Euro unterstützt der Brocken Marathon das seit 1994 bestehende Projekt.

Göttingen – Gründer Dr. Sam Essiamah nahm die Spende von Markus Ohlef entgegen.

Das Konzept der Baumschule von „Schulwälder für Westafrika“ ist folgendes: Schülerinnen und Schüler pflanzen unter Anleitung sechs Bäume, um die sie sich ein halbes Jahr kümmern. Lokaler Partner ist der „Youth and Environmental Club“ aus Agona Nyakrom. Damit soll ein Beitrag zur Wiederaufforstung des Regenwaldes geleistet werden. Dafür erhalten die Kinder eine Solarlampe, damit sie bei Stromausfällen ihre Hausaufgaben abends erledigen können. Das Projekt ist auf Spenden angewiesen, damit ausreichend Solarlampen für die Schulen gekauft werden können.

Der 74-jährige Essiamah hat an der Uni Göttingen studiert und ist seitdem in Niedersachsen verwurzelt. Für seine Projektarbeit pendelt er zwischen Ghana und Deutschland, um die Spenden zu organisieren. Mittlerweile nehmen 75 ghanaische Schulen an dem Projekt teil, anfangs waren es vier. Je nach Größe des Schulhofs werden die Bäume gepflanzt. Bei großen Spenden entsteht so ein kleiner Wald, der nach dem Spendenden benannt wird.

Die Solarlampen stammen von der Münsteraner Firma Villageboom. Produziert werden dort Solarleuchten mit einer Brenndauer von vier Stunden und einem Haken zur Befestigung als Deckenleuchte. In einer Werkstatt vor Ort in Ghana können die Lampen repariert werden. Mit den Spenden sollen die Solarlampen bezahlt werden, denn etliche Kinder warten noch darauf eine Lampe zu erhalten.

Die Umwelterziehung der Kinder sei ein wesentlicher Aspekt, sagt Essiamah. Es werde gezeigt, wie man Müll sortiert und Bäume pflanzt, um eine Sensibilisierung für die Bedeutung des Regenwaldes zu erreichen. „Bäume sind wie Babys, sie müssen Nahrung bekommen, damit sie sich selbst entwickeln können“, sagt Essiamah. So viele Kinder würden teilnehmen, dass sie aktuell mit den Solarlampen nicht hinterherkommen würden.

Für ihn ist es, wichtig, die Mentalität der Menschen zu kennen. Er berichtet von einem Mädchen, dass Angst vor den Bäumen hatte, da sie annahm, böse Geister würden dort hausen. Essiamah erklärte ihr, dass in den Bäumen nur gute Geister leben würden und das Kind war begeistert dabei.

Das Projekt ist für den Erwerb der Solarlampen (Kosten 25/35 Euro auf Spenden angewiesen. Mehr Informationen unter schulwaelder.org.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.