Baustopp der A 49 gefordert

Göttinger protestieren gegen Waldrodung im Dannenröder Forst

Ein Bündnis von Umweltverbänden protestierte am Sonntag am Göttinger Bahnhof gegen die Rodung des Dannröder Waldes und den Baue der A 49.
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Ein Bündnis von Umweltverbänden protestierte am Sonntag am Göttinger Bahnhof gegen die Rodung des Dannröder Waldes und den Baue der A 49.

Ein Bündnis von Umweltverbänden hat am Sonntag vor dem Göttinger Hauptbahnhof gegen die Rodung des Dannröder Waldes und den Weiterbau der Autobahn A 49 demonstriert.

Göttingen – Etwa 20 Autobahn-Gegner hatten sich am Sonntagmittag am Hauptbahnhof eingefunden. Ihre Forderung: Die Göttinger Bundestagsabgeordneten sollen sich für den Stopp der Rodung des Dannröder Waldes, für einen Baustopp und ein Moratorium bei der A 49 aussprechen, so Tobias Darge von den Göttinger Naturfreunden.

Nach Angaben der Aktivisten würden jeden Tag Bäume gefällt. Bereits 27 Hektar von 85 Hektar seien gerodet worden, beklagt Darge. Mittlerweile fordert auch die Gewerkschaft der Polizei (PdP) einen Einsatz-Stopp wegen der Corona-Pandemie und der Erschöpfung der Polizisten.

„Die Verantwortlichen sollen sich vor Ort ein Bild machen und die Entscheidung überdenken“, erklärt das Bündnis der Göttinger Naturschützer. Die Umweltverbände haben nach eigenebn Angaben bereits 200 000 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) müsse endlich mit einer klimagerechten Verkehrspolitik beginnen, so die Umweltschützer. Infrastrukturplanung solle künftig an Klima-, Natur- und Umweltschutz ausrichtet werden.

Nach der Kundgebung machten sich einige der Göttinger Aktivisten mit dem Zug oder dem Fahrrad auf zum Dannenröder Forst, um die Proteste vor Ort zu unterstützen.

Von Andreas Arens

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