Göttinger protestieren sitzend

„Fridays for Future“ streikt in Göttingen gegen Kohleausstiegsgesetz

„Fridays for Future“ veranstaltet in Göttingen einen Sitzstreik beim Gänseliesel vor dem Alten Rathaus, um gegen das Kohleausstiegsgesetz zu demonstrieren.
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„Fridays for Future“ veranstaltete in Göttingen einen Sitzstreik beim Gänseliesel vor dem Alten Rathaus, um gegen das Kohleausstiegsgesetz zu demonstrieren.

Am Freitagnachmittag war das Gänseliesel vor dem Alten Rathaus in Göttingen nicht allein. 100 Menschen von „Fridays for Future“ (FFF) saßen dort, hielten selbstgebastelte Pappschilder hoch und legten beschriebene Fahnen auf den Boden.

Göttingen – Sie streikten unter dem Motto „Raus aus der Kohle, rein in die Zukunft“, heißt es in einer Mitteilung der FFF-Ortsgruppe Göttingen.

Der Sitzstreik sei eine Reaktion auf das Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung.

„Der Kohleausstieg für 2038 ist viel zu spät. Wir müssen bereits 2030 vollständig aus der Kohle ausgestiegen sein“, sagt Aisha Karra von FFF: „Alle Politiker, die für dieses Kohleausstiegsgesetz gestimmt haben, zeigen klar, dass sie sich nicht um unsere Zukunft kümmern.“

Am Freitag habe nicht nur der Sitzstreik stattgefunden.

„Kleine Gruppen von Aktivisten sind durch die Stadt gezogen, um besonders vor den Parteizentralen der CDU und SPD kleine Botschaften mit Kreide zu hinterlassen“, sagt Maia Bäumer von FFF: „Wir wollen deutlich machen, dass sich unsere Forderungen direkt an die Politiker und damit an die Große Koalition richten und dass unsere Zukunft in ihren Händen liegt.“

Auch Passanten, die mit den Demonstranten diskutierten, und ein Regenschauer konnten sie davon nicht abhalten.

„Wir wollen, dass jeder Krise, egal ob Corona- oder Klimakrise, mit konsequenten Maßnahmen begegnet wird“, sagt Karra: „Bei der Coronakrise hat das funktioniert. Bei der Klimakrise, trotz Warnungen der Wissenschaft und tausenden Demonstranten, leider nicht.“    

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