Göttinger Rat: Rot-Grün will neue Pendler-Angebote 

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Besiegelten die rot-grüne Zusammenarbeit im Göttinger Stadtparlament: Tom Wedrins (SPD, links) und Rolf Becker (Bündnis 90/Die Grünen).

Göttingen. Die Themen Mobilität, Wohnen und Bildung sollen in den kommenden Jahren im Mittelpunkt der Zusammenarbeit Sozialdemokraten und Grünen im Göttinger Rat stehen.

Die rot-grünen Partner stellten am Donnerstag ihr gemeinsames Programm mit ihren Schwerpunkten vor. Sie kooperieren bereits seit 14 Jahren und haben mit zusammengerechnet 24 von 47 Sitzen die Mehrheit im Rat. Die SPD hat davon 15 Sitze, die Grünen neun. Die Finanzierung von Projekten ist aus Sicht beider durch die erfolgte Konsolidierung des Haushaltes kein Problem.

Ein zentrales Thema ist die Mobilität. Das rot-grüne Bündnis will die Angebote der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) weiterentwickeln. Das städtische Unternehmen soll nach einer Unterstrukturierung ein flexibles Angebot mit Pendlerbussen, Bürgerbussen und Linientaxis schaffen. Dazu soll auch eine Mobilitätszentrale eingerichtet werden. Außerdem sollen elektronische Ticketsysteme, unter anderem für Smartphones, und die Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in den Stadtbussen eingeführt werden. Außerdem sollen die Angebote mit einer Sozialcard und einer neuen Bürgerkarte für alle bezahlbar sein.

Die Elektro-Mobilität mit E-Bikes und E-Mobilen soll stark gefördert werden, so die Vorstellung der beiden Partner. Außerdem soll der Radverkehrsentwicklungsplan beschlossen und das darin enthaltene Radwegekonzept mit dem Ausbau von Pedelec- und E-Bike-Strecken ins Kreisgebiet vorangetrieben werden.

Ein weiteres wichtigen Anliegen der beiden Partner ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Eine Idee: Es soll Aufgabe der Stadt werden, auf die Baulandpreise aktiv Einfluss zu nehmen. Göttingen soll Baugrundstücke zu 50 Prozent des Bodenrichtwerts veräußern, wenn sich der Erwerber dazu verpflichtet, die neuen Wohnung für 20 Jahre in der Mietpreisbindung zu halten.

Außerdem wollen SPD und Grüne die Chancengleichheit für Kinder aus allen Bevölkerungsschichten einsetzen. Zentraler Baustein ist dabei der bedarfsgerechte Ausbau von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (zum Beispiel Schulen und Kindertagesstätten), da der Bedarf noch nicht in allen Altersgruppen gedeckt ist.

Moderner Dienstleister

Ein weiterer Punkt ist der Ausbau der Stadtverwaltung zu einem modernen Dienstleister. Die Bürgerfreundlichkeit und Effizienz soll durch einen Abbau von Hierarchien gesteigert werden.

Außerdem wollen SPD und Bündnisgrüne die Entwicklung der Stadtteile fördern: Dazu soll es ein Quartiersmanagement geben, das beispielsweise das kulturelle Leben vor Ort fördert. (bsc)

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