1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Hochprozentige Spaßmacher: Göttinger ist Deutschlands bester Barkeeper

Erstellt:

Von: Melanie Zimmermann

Kommentare

Der Göttinger Barkeeper Robin Lühert (33) gewinnt mit seinem Cocktail „Around the World“ die Deutsche Cocktail Meisterschaft. Der Drink kann im Café+Bar Esprit probiert werden.

Göttingen/Heiligendamm – Wer ist Deutschlands bester Barkeeper? Diese Frage wurde nun bei der alljährlich stattfindenden Deutschen Cocktail Meisterschaft beantwortet. Der Sieger kommt aus Göttingen. Robin Lühert aus der Café+Bar Esprit ist der beste Cocktail-Mixer Deutschlands.

Cognac, Mezcal, Limette, Agavensirup und Ananas – das sind die Zutaten, mit deren Kombination der Göttinger Bartender Robin Lühert (33) die vierköpfige Jury im Grand Hotel Heiligendamm von seinem Können überzeugt hat.

Göttinger Robin Lühert hat den besten Cocktail Deutschlands kreiert

Robin Lühert (33) ist Deutschlands bester Bartender.
Robin Lühert (33) ist Deutschlands bester Bartender. Wer sich von ihm einen Cocktail mixen lassen möchte, findet ihn hinter der Bar der Café+Bar Esprit. © Dietrich Kühne

Sein Cocktail „Around the World“ schmecke wirklich „wie eine Reise um die Welt“, so das Fazit der Jury. Auf eine Bildungsreise im Wert von 3.000 Euro darf sich der sympathische Göttinger durch seinen Sieg nun tatsächlich begeben.

„Ich musste das alles erstmal ein wenig sacken lassen und bin auch echt platt von den vergangenen Tagen“, erzählt Lühert zwei Tage nach seinem Sieg in Heiligendamm, einem Stadtteil in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern).

Und dann ist mir kurz vor der Präsentation etwas Dummes passiert.

Robin Lühert

Insgesamt 80 Barkeeper aus ganz Deutschland bewarben sich mit ihren eigens dafür kreierten Cocktails zur Teilnahme an dem Wettbewerb, bei dem ein kreativer, aber leicht nachzumixender Cocktail gefordert war. „Es durften keine abgedrehten oder selbst hergestellten Zutaten verwendet werden“, erklärt Robin Lühert.

Deutschlands bester Barkeeper: Göttinger Robin Lühert setzt sich gegen Finalisten durch

Acht Finalistinnen und Finalisten schafften es schließlich in die letzte Runde und präsentierten am Dienstag, 22. November, in einer Suite des Grand Hotels Heiligendamm der Jury ihre Kreationen. Anreise war bereits einen Tag zuvor.

„Wir haben einen Rundgang bekommen, einen Workshop zum Thema Bar Management in einem so großen Hotel und dann auch alle zusammen zu Abend gegessen“, erzählt Lühert am Telefon. An Tag zwei wurde es schließlich ernst: Ab 13 Uhr begannen die acht Finalisten, nacheinander ihre Cocktails zu präsentieren.

Göttinger Barkeeper Robin Lühert.
Der Meister bei der Arbeit: Der Göttinger Barkeeper Robin Lühert mixt leckere Drinks und Cocktails. © Dietrich Kühne

Die Startplätze wurden ausgelost, Robin war als Siebter dran. „Das fand ich nicht so gut, ich mag es bei diesen Wettbewerben relativ am Anfang zu präsentieren. Denn umso länger man warten muss, desto schwieriger ist es, fokussiert zu bleiben.“ Und dann sei ihm kruz vor seiner Präsentation auch noch „etwas richtig Dummes“ passiert, verrät er lachend.

Auf dem Weg in die Präsentations-Suite sei ihm aufgefallen, dass er seinen Jigger, den typischen Barkeeper-Messbecher, vergessen habe – dachte er zumindest. „Ich bin schnell zurück zu meinem Zimmer gerannt – immerhin so 200 Meter –, um dann zu merken, dass er doch in meiner Box mit den anderen Utensilien war“, so der 33-Jährige.

Die erste Minute seines Auftritts vor der Jury sei er daher „ziemlich außer Atem gewesen. Und einen leicht roten Kopf hatte ich wohl auch“, sagt Robin und lacht.

Trotz unnötiger Aufregung vor der Präsentation: Robin Lühert legt souveränen Auftritt hin

Am Ende hat es seinem Auftritt nicht geschadet. Bei der Präsentation wird neben dem Cocktail selber auch der Auftritt des Barkeepers bewertet. Das Urteil der Jury zum Auftritt des Göttingers spricht für sich.

„Die Präsentation von Robin Lühert war authentisch, charmant und stark Gast-orientiert; der Drink kreativ konzipiert und im Geschmack wunderbar ausbalanciert. Dieses Gesamtpaket hat uns allen sehr gut gefallen und absolut überzeugt“, so Jury-Mitglied und und Vorsitzende der Deutschen Barkeeper-Union (DBU), Maren Meyer.

Dass er sich am Ende tatsächlich den Sieg holen würde, damit hatte der 33-Jährige, der im vergangenen Jahr bereits Zweiter bei der in der Barkeeper-Szene angesehenen „GSA-Competition“ wurde, nicht gerechnet. „Ich wusste, dass mein Auftritt recht souverän war. Aber am Ende kommt es nicht nur auf das Urteil der Jury an.“

Vernetzung und Austausch steht bei Barkeeper-Wettbewerben für Teilnehmer im Vordergrund

Neben deren Geschmack und persönlicher Bewertung gibt es eine Matrix mit vielen detaillierten Fragen rund um den Cocktail, die beantwortet werden müssen. Das Ergebnis plus die Jury-Meinung ergibt dann den Gewinner oder die Gewinnerin.

Der Spirit und der Austausch untereinander steht bei solchen Wettbewerben im Vordergrund.

Robin Lühert

Missgunst oder Neid gibt es bei unter den Barkeepern übrigens nicht. „Der Spirit und der Austausch untereinander steht bei solchen Wettbewerben im Vordergrund. Ich habe schon bei einigen mitgemacht und jedes Mal tolle Leute kennengelernt, die teilweise auch zu Freunden geworden sind.“

Wer sich nun ebenfalls geschmacklich mit Robins Cocktail auf die Reise „Around the World“ machen möchte, kann dies ab sofort immer abends ab 18 Uhr im Esprit tun: „Er steht auf unserer neuen Winterkarte“, freut sich Robin Lühert. (mzi)

Verwandte Themen: Der Göttinger Barkeeper Robin Lühert präsentiert Schwarzwälder-Kirsch im Cocktail-Glas. Ein anderer erfolgreicher Barkeeper in der Uni-Stadt: Yannick Bertram von der Herbarium Bar im Freigeist Göttingen ist der beste Bartender Niedersachsens.

Auch interessant

Kommentare