Mehr Action für den Inder

Göttinger Schauspieler Prashant Jaiswal im März in "Alarm für Cobra 11" zu sehen 

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Prominente Kollegen: In „Willkommen bei den Hartmanns“ stand Prashant Jaiswal mit Palina Rojinski und Elyas M’Barek vor der Kamera.

Göttingen. Nein, der nette Inder von nebenan möchte er nicht mehr sein. Der Göttinger Schauspieler Prashant Jaiswal hält Ausschau nach ernsthaften Rollen. Mit Erfolg.

Mit der HNA sprach Jaiswal nicht nur über seine aktuellen Projekte, sondern auch über berühmte Kollegen und den deutschen Film.

Hooray for Bollywood

„Hooray for Bollywood“ – so lautet der Alarm für Cobra 11-Titel der Folge, in der Prashant Jaiswal einen Bollywood-Regisseur spielt. (Ausstrahlung am Donnerstag, 29. März). Eine „ernsthafte“ Rolle, wie der gebürtige Inder betont. Wenn auch nicht böse, so darf Jaiswal in seiner neuen Rolle als „King of Bollywood“ zumindest arrogant sein. Das ist der Göttinger im realen Leben zwar gar nicht, doch die Zeiten, als er dem deutschen Klischee des Inders entsprechen musste, sollen nun endgültig vorbei sein.

„Ich möchte nicht immer den liebevollen Inder spielen“, betont Jaiswal. Seine Traumrollen sind nämlich andere: In dem Film „Schöne heile Welt“, der voraussichtlich im April (genauer Termin steht noch nicht fest) zu sehen sein wird, spielt er etwa einen „korrekten“ deutschen Beamten, in „Jessas, Maria!“ einen katholischen Pastor.

Berühmte Kollegen

An der Seite von Stromberg-Darsteller Christoph Maria Herbst wurde Jaiswal bekannt.

Den angestrebten Sprung weg vom Klischee-Inder scheint Jaiswal also geschafft zu haben, wie etwa auch seine Rolle als Joseph Goebbels in „Und Äktschn!“, einer Satire von und mit Gerhard Polt, beweist. Mit dem Grand Seigneur der politischen Satire in Deutschland ist Jaiswal „sehr, sehr gut befreundet“. Wie überhaupt einige Filmgrößen zum großen Bekanntenkreis des Göttingers gehören. Mit dem Who is Who des deutschen Films stand er schon vor der Kamera, etwa mit Til Schweiger oder Elyas M’Barek.

Einen bleibenden Eindruck bei ihm hat vor allem Jan-Josef Liefers hinterlassen, mit dem er im Münsteraner Tatort „Hinkebein“ zusammen spielte. Gerne erinnert sich Jaiswal auch an die alten „Stromberg“-Zeiten zurück, der Fernsehserie, mit der er bekannt wurde. „Wenn Christoph (Maria Herbst), Bjarne (Mädel) und andere Schauspiel-Kollegen zum Set kamen, war die Stimmung immer sehr locker. Das hat Spaß gemacht.“ Seine Lieblings-Persönlichkeiten in der deutschen Fernseh-Landschaft sind Barbara Schöneberger und Henning Baum. „Die liebe ich über alles.“

Barbara Schöneberger ist für Prashant Jaiswal laut eigener Aussage „die schönste Frau im deutschen Fernsehen“.

Eine Sache stört Jaiswal dann doch am deutschen Film. „Das ist zu viel wahres Leben, aber zu wenig Musik und zu wenig Action“, so der Inder, der aus seinem Geburtsland ganz anderes gewohnt ist – Stichwort Bollywood. Über zu wenig Action wird er sich beim aktuellen Projekt „Alarm für Cobra 11“ jedoch nicht beklagen können.

Ab Donnerstag, 8. März, wird Jaiswal auch im Kinofilm „Vielmachglas“ mit Matthias Schweighöfer zu sehen sein. Dort hat er eine kleine Rolle als Pastor übernommen.

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