Landesfinale von "Jugend forscht - Schüler experimentieren"

Göttinger Schüler schaffen Sprung auf das Treppchen

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Jugend forscht unter dem Motto „Spring“ (von links): Arvid Hanson, Sonja Schlather und Antonia Weidner vom Felix-Klein-Gymnasium bejubeln den Landessieg im Fachgebiet Biologie.

Oldenburg/Göttingen. Drei Schulen aus der Region haben beim Landesfinale von „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ in Oldenburg erste Preise abgeräumt. 

Aktualisiert am 11. April um 16.40 Uhr - Für die Göttinger Schulen Felix-Klein-Gymnasium (FKG) und Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS Geismar) sowie die Paul-Gerhardt-Schule in Dassel gab es einen Sieg. In diesem Jahr stand der Schülerwettbewerb unter dem Motto „Spring“. Die Sieger konnten sich über Geld- und Sachpreise freuen. Die ersten Plätze waren mit jeweils 150 Euro dotiert.

Niklas Klintschar von der IGS Geismar überzeugte die "Jugend forscht"-Jury mit der Teilchenbeschleunigung mittels der Wakefield-Technologie.

In der Kategorie Physik schaffte der 13-jährige Niklas Klintschar von der IGS Geismar den Sprung auf das oberste Treppchen. Zusätzlich gewann er der Cewe-Förderpreis (ebenfalls mit 150 Euro dotiert) für sein besonders innovatives Projekt „Im Sog der Plasmawelle - Teilchenbeschleunigung mittels der Wakefield-Technologie“. 

Auf den Spuren seines großen Bruders wandelt auch Linus Klintschar (11), nur in einem anderen Fachgebiet. Mit seiner Arbeit "Die Erde ist rund oder doch nicht? Was Sonne und Sterne über die Erde verraten" erreichte der Schüler der IGS Geismar den zweiten Platz in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften.

Im Fachgebiet Mathematik/Informatik heißt der Landessieger Constantin Tilman Schott (14) von Paul-Gerhardt-Schule Dassel.

An einem Trio vom FKG war im Fachgebiet Biologie kein Vorbeikommen. Arvid Hanson (13), Sonja Schlather (12) und Antonia Weidner (12) sind in ihr Projekt „Aloe vera drauf - alles gut?“ gesprungen und haben dabei ihre selbst gestellten Fragen und Ideen zielstrebig verfolgt. „Die drei haben sich intensiv, ganz selbstständig und über einen langen Zeitraum in molekularbiologische und biochemische Arbeitsweisen eingearbeitet, sich inhaltlich damit auseinandergesetzt und abschließend für die verwendete Methode der ‘Gelfiltration mit einer Sepharose-Säule’ ein Modell entwickelt“, teilte das Felix-Klein-Gymnasium mit.

Dabei fanden die Jungforscher heraus, dass die Pflanze Aloe vera neben der bekannten entzündungshemmenden Wirkung auch eine antibakterielle sowie fungizide Wirkung besitzt. Bei genauerer Untersuchung des Wirkstoffes kam heraus, dass es sich bei diesem um ein hitzestabiles und nicht an ein Protein gebundenes, kleineres polares Molekül handelt. Das Trio ermittelte, dass die antibakterielle Wirkung sukkulenter Pflanzen schwächer wird, je entfernter sie mit Aloe vera verwandt sind.

Die Wettbewerbs-Jury überzeugte besonders die eindrucksvolle schriftliche Arbeit und der engagierte Vortrag. Arvid, Antonia und Sonja hatten sich übrigens schon im letzten Jahr den Landessieg bei den Biologen gesichert.

Der Landesentscheid für die über 15-Jährigen fand bereits zuvor in Clausthal-Zellerfeld statt. Die FKG-Schülerinnen Noa-Sophie Lange (16), Charlotte Neef (16) und Lara Marie Koch (16) sicherten sich dabei den dritten Preis. Für die Beschäftigung mit dem Zukunftsthema Biokraftstoffe und Möglichkeiten, die biologische Bandbreite des Systems mit Algenmischkulturen zu erweitern, wurden sie auch noch mit dem Sonderpreis „Erneuerbare Energien“ belohnt.

Susana Bokeloh da Silva, Lehrerin am FKG, wurde von der Stiftung Jugend forscht außerdem mit dem Sonderpreis für besonders engagierte Projektbetreuende ausgezeichnet.

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