Volksheimstätte errichtet Neubau

Göttinger Sportverein ASC will Bewegungskita in Grone eröffnen

Grundsteinlegung (v.l.) Birgit Sterr, Thorsten May, Andreas Bartsch, Heike Klankwarth, Rolf-Georg Köhler, Maria Schmidt, André Lotze und Jörg Schnitzerling
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Grundsteinlegung für den Bewegungskindergarten am Lütjen Steinsweg: (von links) Birgit Sterr, Thorsten May, Andreas Bartsch, Heike Klankwarth, Rolf-Georg Köhler, Maria Schmidt, André Lotze und Jörg Schnitzerling.

Eine Bewegungskita für 80 Mädchen und Jungen will Göttingens größter Sportverein, der ASC 1846, bereits kommenden Herbst am Lütjen Steinsweg 15 in Gone eröffnen.

Göttingen - Die Volksheimstätte stellt das 800 Quadratmeter große Gebäude voraussichtlich bis Herbst 2021 fertig. „Die ersten 50 Kinder aus Grone betreuen wir bereits in Räumen der Heinrich-Heine-Schule“, erklärte der ASC-Vorsitzende, Jörg Schnitzerling. Aus 20 verschiedenen Kulturen kämen die Kleinen. Sport helfe den Kindern Barrieren untereinander zu überwinden. Sie erlebten sich als eine große Gemeinschaft.

Umsetzung eines Integrations- und Inklusionskonzeptes

Der ASC, der in Göttingen bereits vier Kitas betreibe, wolle mit seinen 20 Erzieherinnen am Lütjen Steinsweg auch ein Integrations- und Inklusionskonzept umsetzen. Es gehe seinem Verein dabei nicht nur darum, Kinder von Zuwanderern bei der Integration in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen. Der ASC wolle bei allen Kindern eine Offenheit für andere Kulturen wecken.

Bauherr des Gebäudes ist die Volksheimstätte, die die Hann. Mündener Firma Kirchnerbau mit der Umsetzung des Vorhabens beauftragt hat. „Es ist unsere erste Kita“, betonte Vorstand Heike Klankwarth.

Sie habe lange mit ihrem Vorstandskollegen Thorsten May und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Andreas Bartsch, über das Projekt diskutiert, da ihre Aufgabe eigentlich die Schaffung von Wohnraum sei. Das machten sie auch in Grone, wo der Volksheimstätte 400 Wohnungen gehörten, einige davon in Sichtweite der neuen Kindertagesstätte.

„Wer Wohnungen baut, muss sich auch um die Kinder kümmern“, kommentierte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) die Bedenken. Die Stadt gebe 34 Millionen Euro für die Kinderbetreuung aus. Dieser Betrag solle in den kommenden Jahren auf 40 Millionen Euro steigen, ergänzte die für Personal, Schule und Jugend zuständige Stadträtin, Maria Schmidt.

Drei weitere Kitas für den Ortsteil Grone

„In Grone sind drei weitere Kitas geplant“, betonte Oberbürgermeister Köhler. Eine entstehe an der Martin-Luther-Straße. Eine richte die Firma Tetraeder Immobilien im ehemaligen EAM-Gebäude an der Kasseler Landstraße ein. Eine weitere wolle der Wohnungskonzern Adler Real Estate in Grone-Süd schaffen.

Die Einrichtungen seien „dringend notwendig“, betont Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD). 220 Groner Kinder warteten auf einen Platz. Nur ein Zehntel der Unter Dreijährigen im Stadtteil besuche eine Krippe.

Den ASC ermutigte Sterr, die Zusammenarbeit mit dem FC Grone zu suchen. Dessen Sportplatz, der vor zwei Jahren einen Kunstrasenplatz erhielt, grenzt an die Kita. Der ASC-Vorsitzende Schnitzerling griff das auf und regte den Bau einer Umkleide mit Toiletten zwischen beiden Einrichtungen an.

Die notwendigen Rohre, einschließlich eines Internetkabels, habe er bereits dorthin legen lassen. Die Stadt müsse allerdings die Kosten für den Bau übernehmen. (Michael Caspar)

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