Lichtspiele inklusive

Göttinger Stadthalle: Sanierung liegt laut Stadt im Zeit- und Kostenrahmen

Lichtkomposition für ein Rockkonzert: In die Segel an der Saaldecke der Stadthalle Göttingen werden farbige LED integriert. Je nach Nutzung können die Segel verstellt beziehungsweise abgesenkt werden.
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Lichtkomposition für ein Rockkonzert: In die Segel an der Saaldecke der Stadthalle Göttingen werden farbige LED integriert. Je nach Nutzung können die Segel verstellt beziehungsweise abgesenkt werden. (Visualisierung)

In gut einem Jahr soll die Sanierung der Göttinger Stadthalle beendet sein. Fürs Innere haben sich die Planer interessante Lösungen überlegt.

Göttingen – Bei einem Rundgang durch das Gebäude stellte der scheidende Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) klar, dass der Kostenrahmen von 32,9 Millionen eingehalten werden könne. Ganz am Anfang der Planungen war von 19,5 Millionen Euro Sanierungskosten die Rede, dann von etwa 30 Millionen Euro.

Preissteigerungen

„Die jüngsten Preissteigerungen auf dem Markt sind enorm“, sagte Köhler. „Deshalb und aufgrund der zwischenzeitlich auftretenden Lieferengpässe legt die Stadt gemeinsam mit dem Generalplaner SSP AG sowie den beauftragten Fachfirmen ein besonderes Augenmerk darauf, dass das Finanzbudget und die Terminvorgaben für den Baufortschritt sowie die vereinbarten Qualitätsstandards eingehalten werden“, ergänzte Köhler.

Die Stadthalle Göttingen von außen: So soll das Gebäude am Ende aussehen. (Visualisierung)

Innenausbau

Schwerpunkt des Projekts ist inzwischen der Innenausbau des Gebäudes. Bei der Überprüfung des großen Veranstaltungssaales hatte sich herausgestellt, dass ein Beton-Auflagepunkt für die Dachkonstruktion aufwendig saniert werden musste. Dies ist inzwischen abgeschlossen. Auch mehr als 6000 Kacheln sind inzwischen an der Außenfassade angebracht worden.

Die Planer der SSP AG haben unterdessen die Planungen für die Innengestaltung weitgehend abgeschlossen. Der große Saal, der mit 1046 Plätzen (davon 153 auf der Empore) fast genauso viele Zuschauer wie zuvor fasst, wird vier große Segel erhalten, die mit farbigen LED beleuchtet sind und je nach Nutzung in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Außerdem können die Segel verstellt und abgesenkt werden. Weiterhin ist es möglich, den Saal zu teilen. Künftig sollen weitere Elemente neben und über der Bühne sowie an den Wänden zu einer akustischen Verbesserung im Saal bei, der einen Parkettboden bekommt, beitragen.

Stadthallen-Foyer: Auch dieser Bereich soll künftig vielfältig nutzbar sein. (Visualisierung)

Technikzentrale

Im Süd-Anbau, in dem die Technikzentralen und die Küche zu finden sein werden, ist der Innenausbau schon weit fortgeschritten. Das Herzstück ist die einfamilienhausgroße Lüftungszentrale, die unter der späteren Südterrasse ihren Platz haben wird. Die neue Anlage, die Wärme zurückgewinnt, soll etwa 50 Prozent der bisher benötigten Energie einsparen. Die Klimazentrale ist so groß dimensioniert, dass sie zweimal pro Stunde die komplette Luft im Saal filtern und austauschen kann.

Öffentliche Führungen

Um Interessierten einen Blick hinter den Bauzaun zu ermöglichen, wird es in den kommenden Monaten öffentliche Führungen auf der Baustelle geben.

Hier der Zeitplan der Göttinger Stadtverwaltung bis zur geplanten Wiedereröffnung auf einen Blick. Ursprünglich sollte das Projekt, das 2019 begann, Mitte 2022 beendet sein:

  • Ende 2021: Fertigstellung der Gebäudehülle;
  • Drittes Quartal 2022: Fertigstellung des Hallenausbaus;
  • November 2022: Abnahmen und Inbetriebnahme;
  • Ende 2022: Fertigstellung und Wiedereröffnung;
  • Januar 2023: Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs.

(Bernd Schlegel)

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