Einstimmige Resolution

Göttinger Stadtrat fordert mehr Kontaktbereichsbeamte für die Uni-Stadt

15.03.2019, Bayern, Kempten: ILLUSTRATION - Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Nach einem Polizeiskandal in München wurden Beamte vom Dienst suspendiert oder versetzt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Der Göttinger Stadtrat fordert mehr Kontaktbereichsbeamte für die Uni-Stadt.

Vor vier Jahren hat die Polizei die Zahl der Kontaktbereichsbeamten auf zwei in Göttingen reduziert. Der Stadtrat fordert in einer einstimmig verabschiedeten Resolution, dass künftig wieder ein halbes Dutzend Beamte als direkte Ansprechpartner in der Uni-Stadt zur Verfügung stehen.

Aus Sicht der Ratsmitglieder sind Kontaktbereichsbeamte (Kobs) als polizeiliche Ansprechpartner vor Ort „ein unverzichtbarer Bestandteil zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“. In der Resolution heißt es: „Das Prinzip einer Bürgerpolizei, in dem Kobs als wichtiger Ansprechpartner zum Beispiel für bürgernahe Präsenz, kontinuierliche Kontaktpflege, Schulwegsicherung und Kriminalprävention sind, sollte wieder ausgebaut werden.“ Durch ihre Bürgernähe haben Kobs aus Sicht des Rates ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte der Bürger. „Sie suchen das aufklärende Gespräch, beraten, schlichten und helfen. In ihrem örtlichen Umfeld genießen Kontaktbereichsbeamte eine hohe Wertschätzung der Bürger.“

Auch mit Blick auf das Umfeld von Schulen sieht der Rat eine wichtige Funktion: So sind diese Beamten aus Sicht der Ratsmitglieder verlässliche Ansprechpartner für Schulen in Fragen der Verkehrserziehung und der Schulwegesicherung: „Schüler bekommen so neben der Verkehrserziehung auch ein Gesicht der Polizei vor Ort und können eine positive Identifikation mit dieser entwickeln.“

Auch die regelmäßigen Streifengänge der Beamten sind aus Sicht des Rates mit Blick auf die Prävention wichtig, da sie dabei rechtzeitig Informationen sammeln und so Straftaten vorbeugen können. Zudem könne außerdem zur Verbesserung der Verkehrssituation beigetragen werden.

Grundlage für die Resolution ist eine Mitteilung aus dem Innenministerium, die vor einigen Monaten veröffentlicht wurde: „Mehr sichtbare Präsenz der Polizei und damit eine Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger soll unter anderem durch zusätzlichen Personaleinsatz im Bereich der Verfügungseinheiten und Kontaktbereichsdienste erreicht werden“, heißt es in der Mitteilung.

Die Kontaktbereichsbeamten sollen laut Innenministerium dort vor Ort sein, wo sich in der Regel viele Menschen aufhalten: morgens an den Grundschulen, bei Veranstaltungen oder Volksfesten oder auf Wochenmärkten.  bsc

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