Film wird mit 50 000 Euro gefördert

Göttinger Student entwickelte Script für Kurzfilm

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Arbeiten am Kurzfilm: Rashid Ben Dhiab (links) lieferte die Idee zum Drehbuch, Oliver Clark (Mitte) und Daniel Bernhard von Harderfilm übernahmen die Patenschaft und drehen gemeinsam mit dem Studenten einen zehnminütigen Film.

Göttingen. Käufliche Intelligenz und Geld, das über gesellschaftlichen Status und beruflichen Erfolg entscheidet, einen freien Willen gibt es kaum noch – so sieht das Szenario des Kurzfilms „Whitecollar upgrade“ aus.

Die Geschichte, geschrieben vom Göttinger Studenten Rashid Ben Dhiab, wird von der niedersächsischen Filmförderung mit 50 000 Euro unterstützt, mit dem Dreh soll im Herbst begonnen werden.

Die Idee 

Dass aus einer kleinen Geschichte ein Kurzfilm werden wird, der nach Veröffentlichung zu einem Spielfilm ausgeweitet werden könnte, hätte der 29-jährige Rashid Ben Dhiab nicht gedacht, als er vor zwei Jahren einen Kurs im Drehbuchschreiben an der Uni besuchte. „Ich fand es spannend, mal einen kreativen Kurs an der Uni besuchen zu können. Dass das Projekt so groß wird, hätte ich nicht gedacht“, erzählt der junge Autor über seine Motivation.

Im Kurs, der vom Göttinger Filmnetzwerk geleitet wird, habe er gelernt, wie ein Drehbuch aufgebaut ist – die Idee für seine Geschichte brachte er bereits mit. „Ich bin ein großer Science-Fiction-Fan. Deshalb war klar, dass mein Drehbuch damit zu tun hat.“

Die Patenschaft 

Und die Idee, eine Gesellschaft darzustellen, die für Erfolg alles tut und sich sogar Neuro-Implantate einsetzen lässt, um keinen freien Willen mehr zu haben, begeisterte: Oliver Clark und Daniel Bernhard von Harderfilm übernahmen die Patenschaft, entwickelten mit dem Studenten das Drehbuch solange weiter, bis klar war, dass ein Kurzfilm daraus entstehen könnte.

Die Förderung 

„Als das Drehbuch abgeschlossen war, habe ich einen Förderantrag gestellt“, sagt Daniel Bernhard, Produzent. Dass am Ende 50 000 Euro bewilligt wurden, sei für einen Kurzfilm sehr ungewöhnlich. Rashid selbst hat mit dieser Summe überhaupt nicht gerechnet. „So können wir die Implantate und Flugdrohnen realistisch darstellen und Göttingen im Film futuristisch aussehen lasse“, sagt der 29-Jährige.

Die Produktion 

Der Film, der im Göttingen des Jahres 2025 spielt, soll innerhalb von fünf Tagen gedreht werden, die Arbeiten dazu beginnen im Herbst, sagt Bernhard. Hauptdarsteller stehen bereits fest, auch einige Komparsen hätten sie schon gecastet. „Es sind aber noch ein paar Rollen zu besetzen.“

Nach Abschluss der Produktion werden die Szenen geschnitten, Effekte und Kontraste eingefügt. „Das ist der kreative Prozess“, erklärt der Produzent. Im nächsten Jahr soll der zehnminütige Film dann auf Festivals gezeigt werden. Die Premiere sei in Göttingen geplant. Bis zum fertigen Film werden dann zwei Jahre vergangen sein.
• Informationen: www.whitecollar-upgrade.de

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