Wichtiges Projekt

Semesterticket für ganz Niedersachsen: Studenten entscheiden nun

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Der Metronom: Viele Studenten nutzen die Züge der Eisenbahngesellschaft auf dem Weg zum Studienort.

Göttingen. Wichtige Abstimmung: Vom 16. bis 18. Januar (jeweils von 10 bis 17 Uhr) können die mehr als 30.000 Studenten der Uni Göttingen per Wahl entscheiden, ob ab Wintersemester 2018/19 das neue landesweite Bahn-Semesterticket eingeführt werden soll.

Es wurde jetzt vorgestellt. „Mit dem landesweiten Bahnsemesterticket geht ein jahrelanger Prozess zu Ende“, sagten Nils Quentel, Semesterticketbeauftragter des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Uni Göttingen und Pascal Raynaud, Vertreter der Verkehrs-Landes-ASten-Konferenz (V-LAK), die beide im Verhandlungsteam für das Projekt saßen. Sie berichteten in Göttingen gemeinsam über die Veränderungen und Neuerungen in Sachen Bahnticket. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem geplanten Angebot.

Wichtiges Projekt: Pascal Raynaud (links) und Nils Quentel bei der Vorstellung des neuen landesweiten Semestertickets.

Was ist das landesweite Semesterticket?

Das landesweite Semesterticket ist seit drei Jahren in Vorbereitung, gemeinsam zwischen allen Allgemeinen Studierendenausschüssen und Eisenbahnunternehmen in Niedersachsen und Bremen. Anstelle der bislang an jeder Hochschule einzeln verhandelten Gültigkeiten und Preise soll es zukünftig einen einheitlichen Gültigkeitsbereich mit einheitlichem Preis geben. Der Gültigkeitsbereich des Tickets umfasst alle Züge des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV), die in Niedersachsen, Bremen und auf einigen Zusatzstrecken in benachbarte Städte verkehren.

Welche Vorteile hätte das landesweite Semesterticket?

Das nutzbare Streckennetz würde niedersachsenweit um folgende Strecken wachsen: Göttingen – Leinfelde, Göttingen – Eichenberg, Eichenberg – Leinfelde, Goslar – Vienenburg, Bad Pyrmont – Paderborn, Herford – Bielefeld, Helmstedt – Magdeburg, Walkenried – Nordhausen, Lübeck – Echem, Osnabrück – Münster, Dissen/Bad Rothenfelde – Bielefeld, Paderborn – Ottbergen – Holzminden, Herford – Paderborn, Natrup-Hagen – Münster (Westf).

Gibt es weitere Vorteile für die Studenten?

Ja! Es gäbe ein konstantes Angebot der einzelnen Strecken (ein plötzlicher Entfall von Angeboten wäre ausgeschlossen) und die Kalkulation von Preisanpassungen wäre transparent und nachvollziehbar (je nach Nutzungsintensität durch die Studierenden können die Preise steigen oder fallen, Preisänderungen wegen Anbieterwechsels auf einer Strecke entfallen. Zusätzlich würde der AStA von aufwändiger Verwaltungsarbeit entlastet und es gibt eine längere Vertragslaufzeit (anders als heute wird für das landesweite Semesterticket ein mehrjähriger Vertrag geschlossen).

Wie ist die Abstimmungsgrundlage?

Das landesweite Semesterticket ist als solidarisches Ticket konzipiert. Alle Studierenden in Niedersachsen und Bremen werden in dasselbe Finanzierungsmodell einbezogen. Daher kommt das landesweite Ticket nur zustande, wenn mindestens 80 Prozent aller Hochschulen in Niedersachsen und Bremen für eine Einführung stimmen – gewichtet nach Studierendenzahlen.

Wie teuer wird das neue Semesterticket?

Folgende Preise sind für das landesweite Semesterticket bereits fest vereinbart: Wintersemester 2018/19 und Sommersemester 2019: je 133,19 Euro (aktuell 126,30 Euro bei der Uni Göttingen), Wintersemester 2019/20 und Sommersemester 2020: 135,42 Euro. www.dein-semesterticket.de

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