Göttinger Studentenvertretung soll aus Dachverband austreten

Der Zentralcampus der Universität Göttingen: Im Zentralen Hörsaalgebäude trifft sich das Studentenparlament. Foto: zsh

Göttingen. Die Studentenvertretung der Universität Göttingen soll aus dem bundesweiten „Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften“ austreten.

Das beschloss das Studentenparlament am Donnerstag auf Antrag des Ring Christlicher Demokratischer Studenten mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder. Allerdings gibt es einen Haken: Der Austritt wird nur wirksam, wenn es dem künftigen Allgemeinen Studierendenausschuss bis zum 30. September gelingt, einen vergleichbaren Verband aufzubauen. Der Freie Zusammenschluss (fzs) ist mit über 80 Mitgliedern eine bundesweite Vertretung der Studierenden.

Scharfe Kritik an der Entscheidung kommt von Silke Hansmann, Mitglied der Juso-Hochschulgruppe und langjährig Aktive im fzs: „Die Juso-Hochschulgruppe wird alles in ihrer Macht stehende dafür tun, damit die Studierendenschaft der Uni Göttingen als Mitglied im fzs verbleibt.“

Nach dem Ausschluss aus der „LandesAstenKonferenz Niedersachsen“, und dem damit verbundenen Verlust des Einflusses auf die Landespolitik, würden über 29 000 Studierende mit dem Austritt aus dem fzs auch noch ihren Einfluss auf bildungs- und hochschulpolitische Entscheidungen auf Bundesebene verlieren, beklagt Hansmann.

Kirsten Schöffel, Mitglied der Juso-Hochschulgruppe und aktives Mitglied im Ausschuss Sozialpolitik des fzs, ergänzt: „Wir zeigen uns empört über die Entscheidung der neuen AStA-Koalition.“

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